Nahe-Weinwanderweg 1: Von Bingen nach Laubenheim

Auf dem Weinwanderweg Rhein-Nahe über Münster-Sarmsheim nach Laubenheim

Mittelrhein: Blick auf Bingen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Nahe: Blick auf Bingen

Markierungen des Weinwanderwegs Rhein-NaheDiese Wanderung führt auf dem Weinwanderweg Rhein-Nahe von Bingen über Weiler und Münster-Sarmsheim nach Laubenheim (etwa 12 km). Sie ist bewusst so angelegt, dass noch genügend Zeit bleibt, um Bingen und Sarmsheim zu besichtigen. Die Wanderung weicht von den „offiziellen“ Etappen des Weinwanderwegs Rhein-Nahe zwischen Bingen und Bad Kreuznach ab, damit jeweils eine An- und Abreise per Bahn möglich ist. Diese Wanderung entspricht weitgehend dem Ende der „offiziellen“ Etappe 6 des Weinwanderwegs.

Hier einige Video-Impressionen vom Weinwanderweg Rhein-Nahe zwischen Bingen und Laubenheim…

Bingen

Mittelrhein: Burg Klopp in Bingen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burg Klopp in Bingen

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof Bingen Stadt (nicht Bingen Hauptbahnhof!), der per Regionalbahn (Mittelrheinbahn) stündlich aus den Richtungen Mainz und Koblenz erreichbar ist. Wer vor der Wanderung noch Bingen besichtigen möchte, verlässt den Bahnhof am besten zur Stadtseite.

Tipp: Ein Bummel durch die Altstadt von Bingen lohnt sich!

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem die Burg Klopp aus dem 13. Jahrhundert, die barocke Kapuzinerkirche von 1658 und die spätgotische Sankt-Martin-Kirche aus dem 15. Jahrhundert.

Wer Bingen nicht besichtigen möchte, verlässt den Bahnhof zur Rheinseite. Dort stößt man auf den Alten Rheinkran von 1787, mit einem drehbarem Ausleger und Kuppeldach. Anschließend folgt man der Rheinpromenade stromabwärts, bis man nach knapp einem Kilometer zum Rhein-Nahe-Eck an der Nahemündung gelangt. Dort sollte man die steinerne Skulptur von zwei ineinander verschlungenen Wellen beachten, die Rhein und Nahe symbolisieren.

Mittelrhein: Rhein-Nahe-Eck in Bingen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Rhein-Nahe-Eck in Bingen

Vom Rhein-Nahe-Eck aus geht man dann am Naheufer entlang flussaufwärts. Dort sieht man am Uferweg auch erstmals die Markierungen mit dem gelb-weißen Trauben-Zeichen des Weinwanderwegs Rhein-Nahe, dem man ab jetzt folgt.

Drususbrücke

Nach rund 400 Metern passiert man linkter Hand die bereits erwähnte spätgotische Sankt-Martin-Kirche. Rechter Hand am anderen Naheufer auf dem Rupertsberg befand sich früher das Koster der Geistlichen und Gelehrten Hildegard von Bingen (1098 – 1179). Am Weg erinnert eine Schrifttafel an das Kloster, das 1632 zerstört wurde.

Nahe: Drususbrücke in Bingen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Drususbrücke in Bingen

Rund 700 Meter nach dem Rhein-Nahe-Eck gelangt man dann zur Drususbrücke über die Nahe (etwa 2 km ab Bingen). Anders als der Name des römischen Heerführer Nero Claudius Drusus (38 – 9 v.Chr) vermuten lässt, stammt die Brücke nicht aus der Römerzeit. Die Drususbrücke geht aber immerhin auf das 11. Jahrhundert zurück und ist damit die älteste erhaltene mittelalterliche Steinbrücke in Deutschland.

Anschließend folgt man den gelb-weißen Markierungen des Weinwanderwegs Rhein-Nahe über die Drususbrücke. Auf der anderen Seite der Nahe überquert man zuerst einen Bahnübergang und eine Straße und geht dann durch eine Straßenunterführung. Danach passiert man einen türkisch-islamischen Kulturverein und noch einige allein stehende Häuser.

Weiler bei Bingen

Nahe: Wanderweg im Mühlbachtal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg auf der alten Rümerstraße im Mühbachtal

Der Wanderweg verläuft anschließend im Wald auf der ehemaligen Römerstraße von Bingen nach Trier das Mühbachtal hinauf. Rechts vom Weg sieht man unten den Mühbach, der sich tief in den Untergrund eingeschnitten hat.

Der Waldweg führt stetig sanft bergauf. Kurz vor Weiler verlässt man den Wald und wandert entlang von Gehölzen und Wiesen. Nach rund eineinhalb Kilometern erreicht man dann den Ortsrand von Weiler bei Bingen (etwa 4 km ab Bingen, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Man folgt den gelb-weißen Markierungen des Weinwanderwegs Rhein-Nahe ein Stück in den Ort hinein. Kurz danach biegt der Weg jedoch nach links ab und führt dann schon wieder aus Weiler hinaus. Wer mag kann dort aber auch noch nach rechts in den Ort hinein gehen. Sehenswert sind unter anderem die Alte Schule samt Rathaus und die neugotische Sankt-Maria-Magdalena-Kirche von 1865/66.

Anschließend kehrt man wieder zum Wanderweg zurück und folgt ihm aus dem Ort hinaus. Direkt nach dem Ortsrand gelangt man an eine Weggabelung, an der man sich links hält. Danach wandert man über Felder auf ein Waldstück zu.

Nahe: Blick auf Weiler bei Bingen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Nahe: Blick auf Weiler bei Bingen

Krebsbachtal

Nach rund 500 Metern erreicht man den Waldrand, an dem man zugleich den Krebsbach überquert. Der Wanderweg führt zuerst ein Stück in das Krebsbachtal hinein, wobei der Krebsbach links unterhalb des Weges fließt.

Nahe: Blick über das Krebsbachtal ins Nahetal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick über das Krebsbachtal ins Nahetal

Nach gut 200 Metern gabelt sich der Waldweg aber, und der gelb-weiß markierte Weinwanderweg Rhein-Nahe führt dann nach rechts wieder aus dem Tal hinaus. Der Wanderweg führt stetig sanft bergauf. Nach rund 400 Metern erreicht man links vom Weg einen Aussichtspunkt mit einer Bank. Von dort aus hat man einen weiten Blick über das Krebsbachtal ins Nahetal.

Anschließend wandert man noch rund 200 Meter weiter, bevor man wieder den Waldrand erreicht. Danach verläuft der Wanderweg durch Weinberge und man hat einen weiten Blick über die Landschaft. Links kann man bei klarer Sicht das Niederwalddenkmal und die Kapelle auf den Rochusberg bei Bingen sehen.

Nahe: Schutzhütte bei Münster-Sarmsheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Schutzhütte bei Münster-Sarmsheim

Nachdem man einmal nach links und dann nach rechts abgebogen ist, erreicht man die frei auf einer Wiese stehende Schutzhütte Münster-Sarmsheim (knapp 7 km ab Bingen). Dort laden mehrere Bänke und Tische zu einer Rast ein.

An der Schutzhütte biegt der Weinwanderweg Rhein-Nahe nach links ab. Auf einer Freifläche rechts vom Weg befindet sich eine große Photovoltaikanlage. Nachdem man ein kurzes Stück auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg gelaufen ist, taucht der Wanderweg in einen von Gehölzen gesäumten Grasweg ein.

Münster-Sarmsheim

Anschließend führt der Weg immer mehr bergab. Bald danach erreicht man die ersten Häuser des Ortsteils Sarmsheim von Münster-Sarmsheim (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

An der ersten Straßenecke in Sarmsheim biegt der Weinwanderweg Rhein-Nahe nach rechts ab. Wenn man mag, kann dort aber auch geradeaus in den Ort hineingehen.

Tipp: Wer Lust und Zeit hat sollte sich noch Sarmsheim anschauen!

Zu den Sehenswürdigkeiten von Sarmsheim gehören unter anderem die spätgotische Sankt-Alban-und-Sankt-Martin-Kirche aus dem 15. Jahrhundert, ein Fachwerkhaus aus dem späten 17. Jahrhundert und eine Kriegsgedächtniskapelle aus den 1920er Jahren.

Anschließend kehrt man zum Weinwanderweg Rhein-Nahe zurück und folgt dessen gelb-weißen Markierungen am oberen Ortsrand durch Wohnstraßen von Sarmsheim. Dabei passiert man auch die Wache der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und wandert kurz danach wieder aus dem Ort hinaus.

Trollmühle

Nahe: Wegkreuz von 1810 bei Sarmsheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wegkreuz von 1810

Nach rund 50 Metern führt der Wanderweg dann nach links bergab durch Weinberge. Bald danach biegt man nach rechts ab und erreicht nach rund 300 Metern am Ortsrand von Sarmsheim die Hauptstraße. Man folgt dieser Straße rund 200 Meter und umrundet dabei auch einen Kreisverkehr.

Nachdem man den Trollbach überquert hat verlässt der Weinwanderweg die Straße wieder und biegt nach rechts zur ehemaligen Trollmühle ab. Dort sollte man vorher noch einen Blick nach links werfen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich nämlich ein unscheinbares, aber altes Wegkreuz aus dem Jahr 1810.

Kurz danach hält man sich an einer Weggabelung links und geht dann durch eine Unterführung unter der Autobahn A 61 (etwa 9 km ab Bingen). Danach macht die leicht bergauf führende Asphaltstraße eine Kehre nach rechts und dann eine Kurve nach links. Rund 500 Meter nach der Unterführung biegt der Wanderweg dann mit einer Spitzkehre nach links in einen kleineren Weg ein.

Nahe: Blick auf Münster-Sarmsheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Nahe: Blick auf Münster-Sarmsheim

Auf dem folgenden Wegabschnitt hat man linker Hand immer wieder weite Ausblicke zurück auf Münster-Sarmsheim und über das Nahetal.

Laubenheim

Nahe: Blick auf Laubenheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Laubenheim

Der Weinwanderweg Rhein-Nahe verläuft anschließend weitgehend geradeaus am Hang entlang. Unterwegs passiert man noch einmal einen kleinen Aussichtspunkt und Rastplatz mit Bank und Tisch. Bald danach führt der Weg in Weinberge hinein und geradeaus öffnet sich der Blick auf das Ziel dieser Wanderung – den Weinort Laubenheim.

Kurz vor Laubenheim passiert man noch einmal einen Rastplatz mit Tisch und Bänken, von dem aus man einen schönen Blick auf den Ort hat.

Tipp: Man sollte dort ruhig noch einmal rasten und die herrliche Aussicht genießen!

Die gelb-weißen Markierungen des Weinwanderwegs Rhein-Nahe leiten einen anschließend durch die Weinberge nach Laubenheim hinab (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Man erreicht den Ortsrand an einer Kreisstraße, in die auf der gegenüberliegenden Seite zwei kleinere Straßen einmünden.

Nahe: Pfarrkirche und Kapelle von Laubenheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfarrkirche und Kapelle von Laubenheim

Der Weinwanderweg verläuft weiter in die obere Einmündung, die Schulstraße. Wir verlassen dort aber den Wanderweg und folgen bergab der unteren Einmündung, der Rathausstraße. Nach gut 200 Metern erreicht man dann die Hauptstraße von Laubenheim und folgt ihr nach rechts.

Danach geht man an der Hauptstraße durch den Ortskern von Laubenheim. Dabei passiert man auch die kleine spätbarocke Kapelle „Kreuzerhöhung“ von 1781 und die den Ort überragende Pfarrkirche. Die spätgotische Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1866 im neugotischen Stil erweitert.

Rund 100 Meter nach der Kirche zweigt von der Hauptstraße eine schmale Gasse nach links ab und führt zum Bahnhof von Laubenheim, wo diese Wanderung endet (etwa 12 km ab Bingen). Von dort aus kann man per Regionalbahn (Nahetalbahn) stündlich in Richtung Bingen oder Bad Kreuznach fahren.