Neckarsteig 4: Von Hirschhorn nach Eberbach

Auf dem Neckarsteig über den Steinernen Tisch nach Eberbach

Neckar: Blick auf Hirschhorn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Neckar: Blick auf Hirschhorn

Markierungen von Neckarweg und NeckarsteigDiese Wanderung führt auf dem Neckarsteig von Hirschhorn über die Hoppe-Hütte und den Steinernen Tisch nach Eberbach (etwa 13 km). Es bleibt genügend Zeit, um Hirschhorn mit der Burg sowie Eberbach zu besichtigen.

Hirschhorn

Neckar: Blick auf Hirschhorn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Hirschhorn

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof von Hirschhorn, der per S-Bahn (Neckartalbahn) halbstündlich aus den Richtungen Mannheim und Heidelberg sowie Heilbronn und Mosbach erreichbar ist.

Man verlässt ihn am besten an der Westseite, wo man oberhalb des Bahnhofs auf die Markierungen des Neckarsteigs mit einem blau-weißen N-Zeichen trifft. Der Wanderweg führt dann direkt durch die Altstadt von Hirschhorn und zur Burg hinauf.

Tipp: Auf dem Weg durch den Ort sollte man einige Sehenswürdigkeiten beachten!

Zu den Sehenswürdigkeiten von Hirschhorn gehören, neben Fachwerkhäusern in der Altstadt, die frühere Klosterkirche Maria Verkündigung aus dem 15. Jahrhundert und die katholische Pfarrkirche. Sie wurde 1730/31 erbaut und nutzt als Kirchturm das ehemalige Mitteltor von 1392.

Burg Hirschhorn

Nachdem der Neckarsteig die Altstadt durchquert hat, führt er auf einem Treppenweg zur Burg Hirschhorn hinauf.

Neckar: Burg Hirschhorn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burg Hirschhorn

Die Burg wurde Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet und dann Ende des 16. Jahrhunderts im Stil der Renaissance schlossartig umgebaut.

Der Neckarsteig verläuft mitten durch die Burg hindurch. Dabei geht man auch durch den Torbau zwischen der Unteren und Oberen Vorburg. Auf dem Weg durch die Burganlage sollte man auch noch einen Abstecher in die Kernburg beim Bergfried machen.

Anschließend verlässt man Burg Hirschhorn wieder durch das obere Tor. Man erreicht den Parkplatz der Burg und der Wanderweg führt dort rechts einen Serpentinenpfad den Hang hinauf.

Hoppe-Hütte

Neckar: Aussichtspunkt oberhalb von Burg Hirschhorn mit Blick auf Ersheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtspunkt mit Blick auf Ersheim

Nachdem man mehrere Kehren bergauf gewandert ist, macht der Weg eine letzte Wendung nach links. Anschließend wandert man geradeaus durch den Wald einen Höhenrücken hinauf und trifft nach rund 200 Metern links auf einen breiten Forstweg.

Dort befindet sich rechts auch ein kleiner Aussichtspunkt mit einer Bank, von dem aus man auf den Hirschhorner Ortsteil Ersheim blickt.

Die blau-weißen Markierungen des Neckarsteigs führen aber geradeaus auf einem mittleren Pfad weiter bergauf. Nach rund 200 Metern stößt man im Wald auf einen weiteren Forstweg, den man kreuzt.

Neckar: Hoppe-Hütte bei Hirschhorn am Neckar - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Hoppe-Hütte

Man wandert weiter geradeaus auf dem Waldpfad den Höhenrücken hinauf, bis man nach gut einem halben Kilometer erneut auf einen breiten Forstweg trifft. Diesem folgt man nach rechts, bis man nach knapp einem Kilometer rechts vom Weg auf die Hoppe-Hütte stößt.

Bei der Schutzhütte befindet sich ein Aussichtspunkt mit Rastplatz, der jedoch nur eine schmale Sichtachse auf Hirschhorn-Ersheim bietet.

Neckar: Blick von der Hoppe-Hütte auf Ersheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Neckar: Blick von der Hoppe-Hütte auf den Hirschhorner Ortsteil Ersheim

Anschließend folgt man weiter dem breiten Forstweg und gelangt rund 200 Meter nach der Hoppe-Hütte an eine Weggabelung. Dort hält man sich rechts, und der Forstweg macht eine Rechtskurve.

Steinerner Tisch

Neckar: Steinerner Tisch im Odenwald bei Hirschhorn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Steinerner Tisch von 1797

Gut 300 Metern nach der Weggabelung zweigt dann nach links ein unauffälliger Weg ab, an dem ein Wegweiser auf das Kulturdenkmal „Steinerner Tisch“ hinweist.

Tipp: Es lohnt sich, die wenigen Meter zum Steinernen Tisch gehen!

Steinerne Tische sind als historische Kulturdenkmale in Deutschland häufiger zu finden. Sie dienten früher meist als Gerichts- und Verhandlungsorte und sind oft auch mit Sitzbänken versehen.

Neckar: Steinerner Tisch von 1851 im Odenwald bei Hirschhorn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Steinerner Tisch von 1851

Beim Steinernen Tisch nahe Hirschhorn handelt es sich dagegen um einen Rast- und Sammelplatz für adelige Jagdgesellschaften. Dort sind sogar zwei Tische mit jeweils drei Sitzbänken zu finden. Der etwas höher gelegene Tisch samt Bänken stammt von 1797 aus Kurmainzer Zeit, der untere von 1851 aus großherzoglich-hessischer Zeit.

Die Lage der Steinernen Tische mitten im Wald wirkt heute etwas seltsam. Im 19. Jahrhundert hatte man von dort aber nach Südwesten einen freien Blick ins Neckartal und auf Burg Hirschhorn. Deshalb wurden die Sitzgruppen in diese Richtung offen gelassen und dort an den Tischen keine vierte Bank aufgestellt.

In der Nähe der Steinernen Tische wurden auch mehrere historische Grenzsteine (Loogsteine) zusammengetragen und aufgestellt.

Neckar: Rastplatz am Philipp-Rudolph-Stein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Rastplatz am Philipp-Rudolph-Stein

Anschließend kehrt man zum Wanderweg zurück und erreicht kurz danach eine große Wegkreuzung mit einem Rastplatz und dem Philipp-Rudolph-Stein (etwa 4 km ab Hirschhorn).

Dort biegt der Neckarsteig nach links ab, und man wandert weiter auf einem breiten Forstweg durch den Wald. Nach rund 500 Metern macht der Weg eine Rechtskurve und kreuzt die Schneise einer Hochspannungsleitung.

Anschließend taucht der Neckarsteig wieder in den Wald ein. Seine blau-weißen Markierungen zeigen auf den folgenden zwei Kilometern bei Einmündungen mehrere Richtungswechsel an.

Tannenkopf bei Igelsbach

Zuerst kommt nach einer weiten Linkskurve eine Spitzkehre nach rechts und direkt danach eine Spitzkehre nach links. Diesem breiten Forstweg folgt man dann rund 900 Meter, bis man in einer Spitzkehre nach rechts erneut den Weg wechselt. Anschließend wandert man weitgehend geradeaus durch den Wald zwischen der Anhöhe des Tannenkopfs links und der Niederung des Igelsbachs rechts.

Neckar: Blick auf Igelsbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Neckar: Blick auf Igelsbach

Nach rund 200 Metern öffnet sich der Wald rechts vom Forstweg ein wenig. Dort gibt es einen kleinen Rastplatz mit einem weiten Blick auf den Ort Igelsbach und die umliegenden Höhen des Odenwaldes. Das Dorf hat die Besonderheit, dass es in einen hessischen und einen badischen Teil getrennt ist und teils zu Hirschhorn, teils zu Eberbach gehört.

Neckar: Felder bei Igelsbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Felder bei Igelsbach

Man folgt dem breiten Forstweg weiter geradeaus durch den Wald zwischen Tannenkopf und Igelsbach. Nach rund einem halben Kilometer kreuzt der Weg eine Lichtung (etwa 7 km ab Hirschhorn) und macht direkt danach eine weite Linkskurve.

Dort öffnet sich der Wald rechts vom Forstweg noch einmal, und eine Bank bietet erneut eine schöne Aussicht auf Felder und Igelsbach.

Gretengrund

Neckar: Gretengrundhütte - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Gretengrundhütte

Kurz danach gelangt man an eine Weggabelung, wo der Neckarsteig nach rechts führt. Nach rund 700 Metern macht der breite Forstweg dann eine Rechtskehre und führt in den Gretengrund hinab.

Von dort aus sind es nur noch rund 600 Meter bis zum Talgrund und der Gretengrundhütte. An der Hütte, die auch als Waldklassenzimmer von Schulen verwendet wird, gibt es einen kleinen Rastplatz mit Tisch und Bänken.

Der Neckarsteig biegt dort nach rechts ab und folgt dem Talweg durch den Gretengrund bergab. Nach rund 700 Metern kommt man an eine Weggabelung, an der man den blau-weißen Markierungen des Neckarsteigs nach links folgt.

Neckar: Neckarsteigbank bei Eberbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Neckarsteigbank bei Eberbach

Nach rund 250 Metern macht der Forstweg eine Linkskurve, aber der Neckarsteig verläuft dort geradeaus in einem schmalen Waldpfad weiter. Direkt danach passiert man eine Neckarsteigbank, die rechts vom Weg steht.

Der Wanderweg führt dann geradeaus steil bergab, bis er nach rund 350 Metern eine Spitzkehre nach links macht und direkt danach eine weitere nach rechts (etwa 10 km ab Hirschhorn). Anschließend gelangt man vor der Trasse der Neckartalbahn auf eine kleine asphaltierte Straße, in die man nach links einbiegt.

Danach wandert man an der asphaltierten Straße entlang über eine große Einmündung hinweg bis zur Bundesstraße B45, die man ebenfalls überquert. Vorsicht! Achten Sie bitte beim Kreuzen der Fahrbahn auf den Verkehr!

Fritz-Heuss-Ruhe

Neckar: Aussichtspunkt Fritz-Heuss-Ruhe bei Eberbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Fritz-Heuss-Ruhe

Auf der anderen Straßenseite folgt man den blau-weißen Markierungen des Neckarsteigs eine Auffahrt hinauf und geht dann zwischen zwei Technikhäuschen durch. Direkt danach biegt der Wanderweg in einer Spitzkehre nach links über Treppenstufen in einen kleinen Pfad ein.

Der Pfad macht dann eine Rechtskurve, in der nach links ein kleiner Stichweg zum Aussichtspunkt Fritz-Heuss-Ruhe führt. Von dort aus blickt man zwar nur auf ein Gewerbegebiet am Neckarufer, aber man sollte den Abstecher trotzdem machen.

Anschließend kehrt man zum Pfad zurück und folgt ihm schräg den Hang hinauf. Nach gut 300 Metern trifft der Pfad auf einen breiteren Weg, dem man nach rechts weiter in Richtung Eberbach folgt.

Neckar: Blick auf Eberbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Eberbach

Der Wanderweg führt immer am Hang entlang und gelegentlich kann man rechts durch die Bäume schon Eberbach sehen.

Nach rund 800 Metern biegt der Neckarsteig scharf nach rechts ab und führt einen Treppenweg hinab. Dort hat man die ersten Häuser von Eberbach erreicht.

Links vom Weg passiert man das Gelände des Hohenstaufen-Gymnasiums. Am Ende des Weges biegt man nach links ab und gelangt zu den Parkplätzen der Schule. Dort folgt man den blau-weißen Markierungen des Neckarsteigs nach rechts auf einer Brücke über die Neckartalbahn und dann nach links einige Treppen hinab.

Eberbach

Neckar: Steinhauer-Skulptur in der Neckaranlage von Eberbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Steinhauer-Skulptur in der Neckaranlage von Eberbach

Anschließend trifft man auf eine breite Straße, die rechts an einer Tankstelle vorbei geradeaus nach Eberbach hinein führt (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Der Wanderweg biegt jedoch schon nach rund 100 Metern nach rechts in eine Seitenstraße ein und stößt dann auf die Neckaranlage, der man nach links folgt.

Der Neckarsteig verläuft danach durch die Grünanlage. Dort sind zahlreiche Bronzeskulpturen mit historischen Berufen aufgestellt, wie Steinhauer, Rindenklopfer oder Reifschneider.

Nach 300 Metern sieht man rechts vom Weg einen Pavillon mit Bänken, an dem der Neckarsteig nach links abbiegt. Er führt dann rund 300 Meter durch die Luisenstraße direkt zum Bahnhof von Eberbach, wo diese Wanderung endet (13 km ab Hirschhorn). Von dort aus kann man per S-Bahn (Neckartalbahn) halbstündlich in die Richtungen Heidelberg und Mannheim sowie Mosbach und Heilbronn fahren.

Tipp: Vor der Abreise sollte man sich unbedingt noch Eberbach anschauen!

Dazu geht man an dem Pavillon am besten weiter geradeaus durch die Neckaranlage. Kurz danach kommt man zu einer Grünanlage mit dem Pulverturm aus 15. Jahrhundert, an dem die Stadtmauer am Neckarufer beginnt. Man sollte der Stadtmauer, die auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, bis zum nächsten Eckturm folgen – dem Blauen Hut aus dem 14. Jahrhundert.

In der Altstadt hinter der Stadtmauer gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie das gotische Alte Badhaus aus dem 14. Jahrhundert sowie das klassizistische Hotel Karpfen von 1804 und das Alte Rathaus von 1823 am Marktplatz. Ebenfalls sehenswert sind die spätklassizistische Michaelskirche aus den 1830er Jahren und die Sankt-Johannes-Nepomuk-Kirche von 1887 im Stil der Neorenaissance.