Ahrsteig 3: Von Ahrweiler nach Rech

Auf dem Ahrsteig über die Bunte Kuh und den Krausbergturm zur Nepomukbrücke

Ahr: Blick auf Ahrweiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahr: Blick auf Ahrweiler – Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Markierungen von Hauptwegen und Zuwegen des AhrsteigsDiese Wanderung führt auf dem Ahrsteig von Ahrweiler über Walporzheim und den Krausbergturm nach Rech (etwa 12 km). Sie weicht von den „offiziellen“ Etappen des Ahrsteigs zwischen Sinzig und Kreuzberg ab. Dies hat den Zweck, Ahrweiler und Rech zu Etappenzielen zu machen und die Etappenlängen gleichmäßiger zu verteilen. Die Wanderung entspricht weitgehend dem Anfang der „offiziellen“ Etappe 6 und dem Ende der „offiziellen“ Etappe 5 des Ahrsteigs.

Ahrweiler

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof Ahrweiler Markt in Ahrweiler, einem Ortsteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Er ist per Regionalbahn (Ahrtalbahn) stündlich mit Umstieg in Remagen aus den Richtungen Koblenz und Bonn erreichbar (linke Rheinstrecke). Vom Bahnhof aus folgt man dem gelb-weiß markierten Zuweg des Ahrsteigs durch das Adenbachtor und die Adenbachhutstraße zum Marktplatz von Ahrweiler.

Tipp: Zu Beginn der Wanderung sollte man unbedingt noch Ahrweiler besichtigen.

Besonders sehenswert ist die 1.800 Meter lange Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert mit drei erhaltenen Wehrtürmen und vier Stadttoren. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das Alte Rathaus von 1780 im Rokoko-Stil am Marktplatz sowie die gotische Sankt-Laurentius-Kirche und der Weiße Turm, die beide aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Bad Neuenahr

Übrigens: Wer längere Zeit in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist, sollte auch das Kurviertel im ahrabwärts gelegenen Ortsteil Bad Neuenahr besuchen. Dort sind unter anderem das Kurhaus mit der Spielbank, das Thermal-Badehaus und der Kurpark sehenswert.

Vom Marktplatz von Ahrweiler geht man weiter auf dem Zuweg durch die Ahrhutstraße und das Ahrtor bis zur dahinter liegenden Hauptstraße. Dort folgt man den gelb-weißen Markierungen nach rechts und überquert dann die Ahr.

Kloster Calvarienberg

Anschließend biegt man erneut nach rechts ab und geht auf dem Zuweg durch die Kalvarienbergstraße und die Blandine-Merten-Straße bis zum ehemaligen Kloster Calvarienberg. Das Kloster wurde im 17. Jahrhundert gegründet, aber (mit Ausnahme der Klosterkirche) ab 1897 durch ein neugotisches Bauwerk ersetzt. 2017 wurde das Kloster geschlossen, in ihm und in benachbarten Neubauten befinden sich heute zwei Schulen.

Von der Bergseite aus wirklt die Klosteranlage wenig beeindruckend. Man hat aber später auf dieser Wanderung noch Gelegenheit, die prachtvolle Schaufassade auf der Talseite zu sehen. Beim Kloster Calvarienberg trifft der Zuweg auf den Hauptweg des Ahrsteigs, dessen rot-weißen Markierungen man ab dort folgt.

Ahr: Wanderweg im Maibachtal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg im Maibachtal

Der Wanderweg führt direkt am Kloster und dem Schulgelände vorbei und auf einer asphaltierten Straße ins Maibachtal hinein. Nach rund 600 Metern erreicht der Weg dann einen großen Parkplatz. Dort macht der Ahrsteig eine Wendung nach rechts, die zuerst zum Maibach hinab führt und dann den Bachlauf bergab folgt. Dabei überquert der schmale Pfad mehrmals auf kleinen Stegen den Maibach.

Doch schon nach rund 500 Metern biegt der Wanderweg nach links ab und geht dann mit zwei kleine Serpentinen wieder ein Stück bergauf. Danach passiert der Weg einen kleinen Weinberg und führt dann zum Ahrufer hinab.

Walporzheim

Anschließend wandert man in der Nähe der Ahr flussaufwärts bis man nach rund 500 Metern einen Parkplatz erreicht und rechter Hand eine Brücke sieht. Man hat dort den Ortsrand von Walporzheim erreicht (gut 3 km ab Ahrweiler, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Wer mag, kann noch über die Ahrbrücke in den Ort hinein gehen.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Walporzheim gehören unter anderem die barocke Sankt-Joseph-Kapelle von 1770 und das Gasthaus Sanct Peter. Dieses geht auf das 13. Jahrhundert zurück und ist damit das älteste Gasthaus an der Ahr.

Ahr: Ahrsteig am Ahrufer bei Walporzheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahrsteig am Ahrufer

Egal, ob man in den Ort geht oder nicht: Letztlich folgt man weiter den rot-weißen Markierungen des Ahrsteigs flussaufwärts. Dabei führt der Weg teilweise sehr dicht an der Ahr entlang, was man für eine Abkühlung nutzen kann. Nach rund 900 Metern gelangt man dann erneut zu einem Parklplatz und einer Ahrbrücke. Der Ahrsteig führt dort geradeaus weiter am rechten Ahrufer flussaufwärts.

Tipp: Ich empfehle aber, über die Brücke zu gehen und die Bunte Kuh anzuschauen.

Ahr: Felsvorsprung Bunte Kuh bei Walporzheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Felsvorsprung Bunte Kuh

Die Bunte Kuh ist ein markanter Felsvorsprung in der Felswand auf der gegenüber liegenden, linken Ahrseite. Er ist nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern im 19. Jahrhundert bei Sprengarbeiten für die Ahrtalstraße.

Der Ursprung des Namens dieses Felsvorsprungs ist unbekannt, jedoch gab es dort schon vor der Sprengung den Flurnamen Bunte Kuh.

Habichts- und Kreisstadtblick

Ahr: Rastplatz an Quelle bei Walporzheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Quelle mit Rastplatz

Anschließend kehrt man über die Brücke wieder zum Ahrsteig zurück und wandert am rechten Ahrufer weiter flussaufwärts. Kurz danach passiert man einen kleinen Rastplatz an einer Quelle, deren Brunnenstube in den Hang eingelassen ist.

Wenig später erreicht man eine Abzweigung, an der der Wanderweg nach links in einen steilen Serpentinenpfad einbiegt. Anschließend führt der Ahrsteig in zahlreichen Wegkehren den Krausberg hinauf. Nachdem man schon einen Großteil des Anstiegs bewältigt hat, stößt man dann in einer Spitzkehre auf ein Hinweisschild zum Aussichtspunkt Habichtsblick.

Ahr: Habichtsblick auf Walporzheim und Bad Neuenahr-Ahrweiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahr: Habichtsblick ins Ahrtal

Ich empfehle, die wenigen Meter nach links zu dem Aussichtspunkt zu gehen. Dort kann man sich auf einer Bank ein wenig ausruhen und den Blick ins Ahrtal genießen. Man blickt auf Walporzheim und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei klarer Sicht kann man von dort auch die prachtvolle Schaufassade auf der Talseite des Klosters Calvarienberg sehen.

Ahr: Aussichtspunkt Kreisstadtblick am Krausberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtspunkt Kreisstadtblick

Anschließend kehrt man zum Ahrsteig zurück und wandert weiter auf dem Serpentinenpfad bergauf. Der Pfad ist bald nicht mehr so steil und geht dann in einen breiteren Waldweg über. Kurz danach erreicht man eine kleine Wegkreuzung, wo der Ahrsteig nach rechts abbiegt.

Nach links ist der Aussichtspunkt Kreisstadtblick ausgeschildert (etwa 6 km ab Ahrweiler), zu dem man noch die wenigen Meter gehen sollte. Dort findet man nicht nur Bänke und Tische für eine Rast, sondern auch einen Ahrsteig-Bilderrahmen als Fotomotiv. Der Aussichtspunkt hat seinen profanen Namen, weil man von dort einen weiten Blick auf die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat.

Alfred-Dahm-Turm und Krausbergturm

Ahr: Alfred-Dahm-Turm am Krausberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Alfred-Dahm-Turm

Danach kehrt man zu der kleinen Wegkreuzung zurück und folgt den rot-weißen Markierungen des Ahrsteigs weiter durch den Wald. Nach 100 Metern erreicht man den Alfred-Dahm-Turm und die gleichnamige Schutzhütte, die nach dem Gründungsvorsitzenden des Eifelvereins Ahrweiler benannt sind. Der hölzerne Aussichtsturm ist knapp elf Meter hoch, aber weitgehend zugewachsen.

Ahr: Krausbergturm - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Krausbergturm

Vom Alfred-Dahm-Turm aus folgt man weiter dem Ahrsteig durch den Wald. Der Wanderweg macht mehrere Wendungen und gelangt dann nach rund einem Kilometer zu einen Parkplatz. Dort biegt der Weg nach links ab und erreicht dann den Krausbergturm (gut 7 km ab Ahrweiler, Einkehrmöglichkeit).

Der steinerne Aussichtsturm ist rund 15 Meter hoch, und er wurde 1927 erstmals erbaut. Nachdem er 1944 gesprengt worden war, wurde der Krausbergturm von 1950 bis 1967 wieder aufgebaut.

Ahr: Schutzhütte beim Krausbergturm - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Krausberghütte

Die Krausberghütte wurde 1928 eingeweiht und nach dem Zweiten Weltkrieg in mehreren Bauabschnitten erweitert. An Sonn- und Feiertagen werden dort kleinere Speisen angeboten und Getränke ausgeschenkt.

Tipp: Man sollte unbedingt den Turm besteigen und die herrliche Rundumsicht genießen.

Ahr: Blick vom Krausbergturm auf Dernau - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahr: Blick vom Krausbergturm auf Dernau

Vom Turm aus hat man eine weite Aussicht über die Höhen der nördlichen Eifel und ins Ahrtal. Flussabwärts kann man Bad Neuenahr-Ahrweiler erkennen, unterhalb des Krausbergs den Ort Dernau und ahraufwärts Rech – das Ziel dieser Wanderung.

Steinbergsbachtal

Ahr: Aussichtspunkt mit Gedenkstein am Krausberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtspunkt mit Gedenkstein am Krausberg

Anschließend folgt man den rot-weißen Markierungen des Ahrsteigs auf einem schmalen und steilen Felsenpfad den Krausberg hinab. Man passiert einen kleinen Aussichtspunkt mit Bank und Gedenkstein, den der Eifelverein „Unserem Wanderfreund Claus Marner“ gewidmet hat.

Kurz danach biegt der Pfad biegt nach rechts ab und erreicht dann die Kreuzung mehrerer Forstwege. Einem von ihnen folgt man dann durch den Wald hinein in das Steinbergsbachtal.

Ahr: Sankt-Jodokus-Kapelle im Steinbergsbachtal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Jodokus-Kapelle

Nach rund 750 Metern macht der Forstweg eine weite Kurve nach rechts. In dieser Kurve biegt der Ahrsteig scharf nach rechts in einen schmaleren Weg ein. Anschließend wandert man im Wald den Steinbergsbach entlang bergab.

Nach rund 600 Metern passiert man rechter Hand einen Weinberg. Dort kann man links die Sankt-Jodokus-Kapelle von 1908 sehen. Man geht aber weiter geradeaus bergab und erreicht dann die ersten Häuser von Dernau.

Dernau

Ahr: Steinbergsbrücke bei Dernau - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Steinbergsbrücke bei Dernau

Kurz danach führt der Wanderweg über die historische Steinbergsbrücke an das andere Ufer der Ahr. Die Rundbogenbrücke aus Bruchstein hat drei Bögen und eine Gesamtlänge von 39 Metern. Die Steinbergsbrücke stammt ursprünglich von 1717. Sie wurde allerdings durch Hochwasser 1804 zerstört und 1910 beschädigt, aber jeweils erneuert.

Hinter der Brücke biegt der Hauptweg des Ahrsteigs nach links in Richtung Rech ab. Wer dagegen geradeaus und dann nach rechts dem gelb-weiß markierter Zuweg folgt, gelangt nach rund 400 Metern zum Bahnhof und nach knapp einem Kilometer zum Ortskern von Dernau (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Ahr: Ahrsteig am Ahrufer bei Rech - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahrsteig am Ahrufer bei Rech

Wir folgen aber weiter dem rot-weiß markierten Hauptweg des Ahrsteigs flussaufwärts. Dabei führt der Weg erneut sehr dicht an der Ahr entlang, was man für eine Abkühlung nutzen kann. Auf der rechten Seite passiert man auf den folgenden eineinhalb Kilometer unzählige Reihen von Weinstöcken, über die hinweg man schon bald Rech erkennen kann.

Rech

Ahr: Nepomukbrücke in Rech - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Nepomukbrücke in Rech

Nach rund eineinhalb Kilometern macht der Wanderweg dem Verlauf der Ahr folgend eine Rechtskurve. Dann erreicht man bei einem große Parkplatz den Ortsrand von Rech (etwa 11 km ab Ahrweiler, Einkehr-. und Übernachtungsmöglichkeiten). Kurz danach gelangt man zu einer Bundesstraße, der man wenige Meter nach links bis zur historischen Nepomukbrücke folgt.

Die Rundbogenbrücke aus Bruchstein über die Ahr hat vier Bögen und eine Gesamtlänge von 43 Metern. Die Nepomukbrücke stammt ursprünglich von 1723. Sie wurde allerdings wie die Steinbergsbrücke bei Dernau durch Hochwasser 1804 zerstört und 1910 beschädigt, aber stets wieder aufgebaut. Auf ihr steht eine Steinfigur des Heiligen Nepomuk.

Tipp: Man sollte noch einen Bummel durch Rech machen.

Ich empfehle, noch nach links über die Brücke in den Ortskern von Rech zu gehen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören neben der Nepomukbrücke die Sankt-Lucia-Kirche von 1720 sowie einige Fachwerkhäuser.aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Wenn man aber an der Nepomukbrücke dem gelb-weiß markierter Zuweg nach rechts folgt, gelangt man nach 100 Metern zum Bahnhof von Rech, wo diese Wanderung endet (etwa 12 km ab Ahrweiler). Von dort aus kann man per Regionalbahn (Ahrtalbahn) stündlich zurück nach Ahrweiler beziehungsweise mit Umstieg in Remagen in Richtung Koblenz oder Bonn fahren (linke Rheinstrecke).

Ahr: Blick auf Rech - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ahr: Blick auf Rech