Auf dem Malerweg durch Liebethaler und Uttewalder Grund zur Burg Wehlen
Manchmal verlässt der RheinWanderer den Rhein, seine Nebenflüsse und die umliegenden Berge und wandert ganz woanders. Hier eine besondere Wanderung, bei der sich auch für eingefleischte Rhein-Fans das „Fremdgehen“ lohnt.
Diese Wanderung in der Sächsischen Schweiz führt auf dem Malerweg von Pirna-Liebethal über den Liebethaler Grund und den Uttewalder Grund nach Stadt Wehlen an der Elbe (etwa 12 km). Die größten Attraktionen dieser Etappe sind die beiden Schluchten bei Liebethal und Uttewald, die den Einstieg in die wild-romantischen Felsenwelt des Elbsandsteingebirges bilden. Zum Abschluss sollte man noch Burg und Stadt Wehlen an der Elbe besichtigen. Die Wanderung entspricht weitgehend der „offiziellen“ Etappe 1 des Malerwegs.
Liebethal
Diese Wanderung beginnt an der Bushaltestelle „Liebethaler Grund“ beim Pirnaer Stadtteil Liebethal. Die Anreise ist aus Richtung Dresden halbstündlich mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof von Pirna und von dort aus mit dem Bus bis Liebethal möglich.
Bevor man loswandert, sollte man noch das oberhalb von der Bushaltestelle gelegene Liebethal mit der idyllischen Dorfkirche besichtigen, die auf das 16. Jahrhundert zurückgeht.
Anschließend kehrt man wieder zur Bushaltestelle zurück, die direkt am Eingang zum oberen Liebethaler Grund liegt. Dort stößt man auch auf den Anfang des Malerwegs und dessen Markierungen mit dem schwarzen „M“ auf weißem Grund, denen diese Wanderung folgt.
Liebethaler Grund
Der Wanderweg führt in die sich rasch verengende Schlucht hinein, die das Flüsschen Wesenitz in den Elbsandstein gegraben hat. Man wandert zwischen einem felsigen Steilhang links und der Wesenitz rechts flussaufwärts.
Nach gut einem Kilometer passiert man dann die Ruine des ehemaligen Elektrizitätswerks Copitz. Das Wasserkraftwerk von 1894 war eines der ersten in Sachsen und bis etwa 1970 in Betrieb.
Kurz danach erreicht man das größte Richard-Wagner-Denkmal der Welt, das links am Hang steht. Die mehr als vier Meter hohe Bronze-Skulptur des Komponisten Richard Wagner (1813 – 1883) steht auf einem acht Meter hohen Sandstein-Sockel und -Treppenaufgang. Das Denkmal wurde an jenem Ort errichtet, an dem Wagner die ersten Skizzen für seine Oper „Lohengrin“ entworfen haben soll.
Es wurde 1933 zu Wagners 120. Geburtstag eingeweiht und stellt ihn als Gralsritter dar. Zu seinen Füßen sind fünf Figuren dargestellt, die Elemente seiner Musik verkörpern: das Sphärische, das Lyrische, das Dramatische, das Dionysische und das Dämonische.
Mein Tipp: Beim Denkmal laden Bänke zu einer Pause ein, und man kann dort Musik aus Wagners „Lohengrin“ aus Lautsprechern hören.
Lochmühle und Daubsmühle
Nur wenige Meter nach dem Richard-Wagner-Denkmal führt der Malerweg dann durch ein Torhaus auf das Gelände der Lochmühle. Die Getreidemühle geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Sie war seit 1842 eine Gaststätte, in der auch Richard Wagner einkehrte.
An der Lochmühle führt der Malerweg an einer Gabelung rechts um das Mühlengelände herum. Anschließend überquert man die Wesenitz auf einer kleinen Brücke bei einem Wehr.
Auf der anderen Seite der Wesenitz folgt man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs dann auf einem schmalen Pfad am Wehr vorbei weiter flussaufwärts.
Der Pfad verläuft dort direkt zwischen dem Flüsschen links und steilen Felsenwänden rechts entlang. Nach rund 100 Metern passiert man eine Informationstafel, die auf zwei Wappen rechts in der Felswand hinweist, die dort 1529 zur Klärung von Fischrechten eingemeißelt wurden.
Kurz danach erreicht man das Gelände der Daubemühle. Die Getreidemühle geht auf das 15. Jahrhundert zurück und war seit 1875 eine Holzschleiferei. Seit 1916 wird dort die Wasserkraft der Wesenitz zur Stromerzeugung genutzt.
Bei der Daubemühle überquert der Malerweg auf einer Brücke erneut die Wesenitz und führt dann nach Mühlsdorf hinauf.
Mühlsdorf
Der Malerweg verläuft geradeaus durch Mühlsdorf (keine Einkehrmöglichkeit), einem Ortsteil von Lohmen. Nach rund 150 Metern sieht man links einen kleinen Rastplatz unter Linden mit Bänken und zwei Mühlsteinen (etwa 2 km ab Liebethal).
- Platz am Mühlstein in Mühlsdorf
- Fachwerkhaus in Mühlsdorf
Unterwegs passiert man in Mühlsdorf auch mehrere historische Hofanlagen mit Wohnstallhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Außerdem sollte man bei einer Abzweigung nach Porschendorf links einen historischen Wegestein aus den 1820er Jahren beachten.
Kurz danach kommt man an eine weitere Abzweigung, an der man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs nach links aus dem Ort hinaus folgt.
Anschließend wandert man durch Felder und Wiesen, wobei man auch ein Stück auf historischen Straßenpflasterung aus dem 19, Jahrhundert geht. Nach rund 350 Metern biegt der Malerweg dann links in einen Feldweg ein, der sanft bergauf zu einem Wäldchen führt.
Lohmen
Wer mag, kann dort aber vorher nach rechts noch einen Abstecher nach Lohmen machen, der hin und zurück ein Umweg von gut eineinhalb Kilometern ist. Der Zuweg nach Lohmen führt zuerst wieder ein Stück ins Wesenitztal hinab.
Am Ortseingang führt eine Brücke aus dem späten 18. Jahrhundert über den Fluss. Auf der Brüstung der Brücke steht ein barockes Steinkreuz.
Von der Brücke kann man schon das Schloss Lohmen hoch über der Wesenitz sehen. Es geht auf das 16. Jahrhundert zurück, hat Gebäude im Renaissance- und Barockstil, wurde aber im Laufe der Zeit stark verändert. Das Schloss diente auch als Kammergut und beherbergt heute das Gemeindeamt von Lohmen.
- Schloss Lohmen
- Dorfkirche von Lohmen
Ebenfalls sehenswert ist die spätbarocke Philippuskirche von 1789, die mit mehr als 800 Sitzplätzen eine der größten Dorfkirchen in Sachsen ist.
Lohmener Klamm
Anschließend kehrt man auf demselben Zuweg zum Malerweg zurück und folgt ihm einen Feldweg sanft bergauf zu einem Wäldchen. Man passiert das Wäldchen und gelangt dann durch Wiesen zu einem weiteren Waldstück, an dem man rechts abbiegt.
Dort hat man rechter Hand einen weiten Blick über Wiesen und das Wesenitztal auf Lohmen. Nachdem man rund 350 Meter am Waldrand entlang gegangen ist, sieht man links vom Weg zwei Bänke und in ihrer Mitte den sogenannten Koordinatenstein.
Bei Mühlsdorf kreuzen sich der 14 Grad östlicher Länge und der 51. Grad nördlicher Breite der geographischen Erdkoordinaten. Aus diesem Grund hat der örtliche Heimatverein dort einen Sandstein mit einer metallenen Abbildung der nördlichen Erdhalbkugel aufgestellt. (Der tatsächliche Koordinatenpunkt liegt allerdings rund 150 Meter nordöstlich im Wald ebenfalls direkt am Malerweg.)
Anschließend geht man auf dem Wanderweg weiter am Waldrand entlang und biegt nach wenigen Metern an der nächsten Wegkreuzung links in den Wald ein. Direkt danach folgt man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs nach rechts und sieht bald rechts am Weg den tatsächlichen Koordinatenpunkt.
Man folgt dem Waldweg weiter geradeaus, bis er nach rund 200 Metern in steinerne Stufen übergeht, die bergab führen. Der Treppenpfad windet sich anschließend in die Lohmener Klamm hinab.
Im Talgrund der Lohmener Klamm überquert der Malerweg dann auf der Försterbrücke die Wesenitz. Am anderen Ufer führt der Malerweg über steinerne Stufen wieder bergauf.
Die Treppe mündet kurz danach in einen Waldweg, in den man nach rechts einbiegt. Man folgt dem Weg zwischen einer Felswand links und der Wesenitz entlang. Nach gut 100 Metern biegt man links in einen anderen Waldweg ein, der am Brausnitzbach bergauf führt.
Oberlohmen
Kurz danach verläuft der Malerweg durch eine Unterführung unter der Bahnstrecke zwischen Pirna und Kamenz und dann zu einer Straße hinauf. Man geht ein kurzes Stück an der Straße entlang bis zu einer Abzweigung und biegt nach rund 100 Metern rechts in einen Feldweg ein.
Man geht zwischen einem Feld links und einem Waldrand rechts entlang und gelangt danach auf ein große Freifläche (etwa 5 km ab Liebethal).
Anschließend wandert man auf einem grasbewachsenen Weg durch Felder und Wiesen und erreicht nach rund 400 Metern bei einem freistehenden Baum und einer Bank einen geschotterten Feldweg.
Diesem folgt man dann über eine Hügelkuppe hinweg geradeaus nach Oberlohmen. Dabei hat man rechter Hand einen weiten Blick in Richtung Lohmen und das Elbtal.
Nach knapp 900 Metern erreicht man dann den Ortsrand von Oberlohmen (keine Einkehrmöglichkeit). Dort folgt man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs nach rechts in den Ort hinein.
Nachdem man einmal links und danach rechts gegangen ist, erreicht man die Hauptstraße von Oberlohmen. Dieser folgt man dann nach links rund 150 Meter bis zum Platz „An der Friedenslinde“.
Dort biegt der Malerweg rechts in die Uttewalder Straße ab. Auf dieser geht man bis zum Ende und folgt dann bei einem kleinen Türmchen einem Feldweg geradeaus.
Nach rund 250 Metern passiert man das Denkmal „Erhebung der Bauern“ von 1990 links am Waldrand. Der Obelisk erinnert an den sächsischen Bauernaufstand vom Mai 1790.
Die Aufständischen forderten unter anderem die Abschaffung von Frondiensten und adeligen Jagdprivilegien, doch wurde die Erhebung niedergeschlagen. Das Denkmal wurde noch zu DDR-Zeiten nach sozialistischer Weltanschauung geplant, aber erst nach der politischen Wende 1989/1990 errichtet.
Schleifgrund
Anschließend wandert man auf dem Malerweg weiter geradeaus am Waldrand entlang. Der Wanderweg taucht dann nach rund einem halben Kilometer in den Wald ein und verläuft weiter geradeaus. Nach rund 250 Metern kreuzt man den Uttewalder Grundbach (etwa 8 km ab Liebethal) und biegt direkt danach rechts ab.
Man hat dort den Anfang vom Schleifgrund erreicht, der ein Teil der Schluchten rund um den Uttewalder Grund ist, auf den wiederum der Wehlener Grund folgt. Das Schluchtensystem ist aus geologischer Sicht vergleichsweise jung und entstand erst gegen Ende der jüngsten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren durch abfließendes Schmelzwasser in Richtung Elbtal.
Man folgt den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs in den Schleifgrund hinein, der sanft bergab verläuft. Dabei wird der Talgrund zunehmend enger und die umgebenden Sandsteinfelsen ragen immer höher auf. Während der Wanderweg anfangs links vom Uttewalder Grundbach verläuft, kreuzt er später mehrere Male den meist trockenen Bachlauf.
- Wanderweg im Schleifgrund
- Felsen im Schleifgrund
- Engstelle im Schleifgrund
Uttewalder Grund und Felsentor
Nach gut 800 Metern erreicht man eine Engstelle, an der links an einer Felswand eine Inschrift dem sächsischen Heimatdichter Bruno Barthel (1885 – 1956) gewidmet ist. Außerdem führt dort rechts ein Treppenweg zum Lohmener Ortsteil Uttewalde hinauf, von dem auch der Uttewalder Grund seinen Namen hat.
Schleifgrund, Uttewalder Grund und Wehlener Grund sind nicht klar voneinander abgegrenzt. Es ist aber sinnvoll, dort beim Zuweg nach Uttewalde auch den Anfang vom Uttewalder Grund zu sehen. (Andere sehen ihn dagegen erst am Uttewalder Felsentor oder an der Gaststätte Waldidylle, die man später erreicht.)
Der Malerweg verläuft auch im Uttewalder Grund durch eine enge Schlucht, die von hohen Sandsteinfelsen überragt wird. Dabei kreuzt er wieder mehrmals den Uttewalder Grundbach.
- Steg im Uttewalder Grund
- Felsen im Uttewalder Grund
- Weg an Heynhold-Inschrift
Nach gut 200 Metern passiert man einen Felsen links am Wanderweg, an dem eine Inschrift an den sächsischen Botaniker Gust.(av) Heynhold (um 1798 – 1862) erinnert.
Kurz danach gelangt man an eine Engstelle, an der dicht über dem Malerweg mehrere große Felsbrocken zwischen den seitlichen Felswänden verkeilt sind. Dieses Uttewalder Felsentor gehört seit Jahrhunderten zu den größten Attraktionen der Sächsischen Schweiz und diente auch wiederholt Malern wie Caspar David Friedrich (1774 – 1840) als Motiv.
Es handelt sich allerdings um kein Felsentor (Felsenbogen oder -brücke) im engeren Sinn, weil die Gesteinsformation nicht aus einem Stück besteht, sondern aus mehreren ineinander verkeilten Felsen.
Teufelsküche und Freundschaftsstein
Nachdem man durch das Uttewalder Felsentor hindurch gegangen ist, folgt man dem Malerweg weiter durch den Uttewalder Grund.
Nach gut 300 Metern erreicht man dann das Gasthaus Waldidylle, das zu bestimmten Zeiten eine Einkehrmöglichkeit bietet. Bitte informieren Sie sich aber unbedingt vorab über die Öffnungszeiten!
Mein Tipp: Machen Sie an der Waldidylle eine Rast!
Anschließend folgt man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs weiter durch den Uttewalder Grund. Der Weg verläuft weiter in der enge Schlucht zwischen hoch aufragenden Sandsteinfelsen hindurch. Nach gut 300 Metern sieht man links am Weg einen breiten Spalt in einem Felsen, der in die Teufelsküche hineinführt.
- Schmaler Zugang und…
- …großer Zugang zur Teufelsküche
Diese Höhle ist nicht sehr tief und hat an der anderen Seite eine wesentlich größere Öffnung, durch die man schon nach wenigen Metern wieder zurück auf den Wanderweg gelangt.
Man folgt dann weiter dem Weg, der nach rund 250 Metern über eine Brücke führt und in einen Querweg mündet, der von links aus dem Zscherregrund kommt.
Gegenüber von der Einmündung liegt ein einzelner großer Felsblock – der Freundschaftsstein. Auf dem Felsen findet man zahlreiche Inschriften, die teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Wehlener Grund
Nach der Brücke und am Freundschaftsstein biegt der Malerweg rechts ab und folgt dem Talweg weiter sanft bergab. Das Tal weitet sich dort und ist von weniger hohen Felsen umgeben, so dass man beim Freundschaftsstein den Anfang vom Wehlener Grund sehen kann. (Andere sehen ihn dagegen erst am Zugang zum Teufelsgrund, den man bald danach erreicht.)
Nach rund 300 Metern gelangt man an eine große Wegkreuzung, an welcher der Talweg in eine asphaltierte Straße übergeht. Rechter Hand ragt der Byrrhus-Felsen empor, an dem eine weiße Gedenktafel an den sächsischen Insektenkundler Friedrich Märkel (1790 – 1860) erinnert. Er hatte dort die bislang unbekannte Käferart „Byrrhus ornatis“ aus der Familie der Pillenkäfer entdeckt.
Teufelsgrund
Beim Byrrhus-Felsen kann man auch einen Abstecher zum Teufelsgrund machen, in den ab dort ein Zuweg hineinführt. Anschließend kann man im Teufelsgrund einem ausgeschilderten Rundweg folgen. Der Abstecher bedeutet einen Umweg von bis zu eineinhalb Kilometern.
Zum Teufelsgrund gehören die Teufelsschlüchte mit der Heringshöhle und die Teufelskammer mit einem Felsentor. Achtung! Der Pfad durch die Teufelsschlüchte ist nur schwer passierbar, der in die Teufelskammer ist dagegen leichter zu gehen.
Wer den gesamten Rundweg versuchen möchte, sollte im Teufelgrund nach gut 500 Metern an einer Weggabelung der Ausschilderung nach links in die Teufelsschlüchte folgen. Der Pfad wird bald danach schwer passierbar, weil man kauernd unter Felsen hindurch muss. (Wem das zu mühselig ist, kann dort immer noch umdrehen und stattdessen an der Gabelung geradeaus nur in die Teufelskammer hinein- und wieder zurückgehen.)
- Felsen in den Teufelsschlüchten
- Engstelle in den Teufelsschlüchten
- Felsentor in der Teufelskammer
Wer nicht umdreht und sich auf dem Rundweg weiter durch die Teufelsschlüchte zwängt, gelangt bald danach zu einem Felsen, an dem eine Inschrift rechts zur Heringshöhle zeigt. Die Höhle ist nicht groß und man gelangt auf der anderen Seite wieder zum Rundweg zurück.
Anschließend folgt man einem Treppenweg bergauf, wandert ein Stück durch den Wald und geht dann über Treppen wieder bergab in die Teufelskammer. Durch diese Schlucht mit einem hohen Felsentor gelangt man dann wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Nachdem man über den Zuweg wieder zum Byrrhus-Felsen im Wehlener Grund zurückgekehrt ist, folgt man dem Malerweg auf der asphaltierten Straße weiter bergab. Rechts von der Asphaltstraße fließt der Grundbach, den die Straße nach rund 600 Metern kreuzt und kurz danach noch einmal überquert.
Burg Wehlen
Anschließend erreicht man die ersten Häuser von Stadt Wehlen und kommt an eine Gabelung, an der man den schwarz-weißen Markierungen des Malerwegs nach links folgt. Direkt danach erreicht man die Nordseite der Burg Wehlen, und der Malerweg führt einen Treppenweg zur Burgruine hinauf.
Burg Wehlen geht auf das 13. Jahrhundert zurück, begann aber schon im 15. Jahrhundert zu verfallen und wurde danach abgebrochen.
Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Burgruine saniert, um sie als Aussichtspunkt zu erhalten. Dazu erbaute man an der Stelle des früheren Wohnturms einen Aussichtsturm. Der heutige Turm wurde aber erst im Juni 2025 eingeweiht.
Von Burg Wehlen hat man eine herrliche Aussicht auf Stadt Wehlen und in das Elbtal.
Mein Tipp: Nach Besichtigung der Burgruine sollte man auch noch einen Bummel durch Stadt Wehlen machen.
Stadt Wehlen
Von der Burgruine folgt man einem Treppenweg zum Marktplatz von Stadt Wehlen hinab (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).
Die im Stil des Historismus erbaute evangelische Stadtkirche von 1883 liegt an der Ostseite des Marktplatzes. Am anderen Ende des Platzes steht das klassizistische Rathaus von Stadt Wehlen aus dem späten 18. Jahrhundert.
Der Marktbrunnen dort wurde 2003 in Erinnerung an die Elbflut im Vorjahr errichtet.
Von der Kirche aus sind es nur wenige Meter bis zur Elbe und dem Fähranleger von Stadt Wehlen. Man kann dann mit der Fußgängerfähre über die Elbe zum Stadt Wehlener Ortsteil Pötzscha übersetzen (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).
Anschließend sind es nur noch rund 300 Meter bis zum Bahnhof von Stadt Wehlen, wo diese Wanderung endet (gut 12 km ab Liebethal). Von dort aus kann man halbstündlich mit der S-Bahn nach Pirna und Dresden fahren.
- Hier finden Sie allgemeine Informationen zum Malerweg, dem diese Wanderung überwiegend folgt.
- Hier finden Sie weitere Fremdgänge bei RheinWanderer.de – Der Blog über Wandern am Rhein.











































