Burgensteig 7: Von Weinheim nach Großsachsen

Auf dem Burgensteig Bergstraße über Lützelsachsen und Hohensachsen zur Grube Marie

Odenwald: Blick von Burgruine Windeck auf Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick von Burgruine Windeck auf Weinheim

Markierungen des Burgensteigs BergstraßeDiese Wanderung führt auf dem Burgensteig Bergstraße von Weinheim über das Gorxheimer Tal, Lützelsachsen und Hohensachsen zum Bergwerk „Marie in der Kohlbach“ und nach Großsachsen (etwa 15 km). Sie ist bewusst so angelegt, dass noch genügend Zeit bleibt, um die Orte und das ehemalige Bergwerk zu besichtigen. Diese Wanderung weicht von den „offiziellen“ Etappen des Burgensteigs Bergstraße ab, um die Zuwege von Weinheim und nach Großsachsen zu optimieren sowie die Etappenlängen gleichmäßiger zu verteilen. Die Wanderung entspricht weitgehend dem Ende der „offiziellen“ Etappe 6 und dem Anfang der „offiziellen“ Etappe 7 des Burgensteigs Bergstraße.

Weinheim

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof von Weinheim, der per Regionalbahn und Regionalexpress (Main-Neckar-Bahn) aus den Richtungen Frankfurt und Darmstadt sowie Mannheim und Heidelberg halbstündlich erreichbar ist. Vom Bahnhof aus folgt man dem mit einem grünen Quadrat markierten Weg durch die Bahnhofstraße in den Ort hinein.

Odenwald: Blick auf die Altstadt von Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf die Altstadt von Weinheim

Nach rund 600 Metern gelangt man zum Dürreplatz, über den die grünen Quadrat-Markierungen geradeaus hinweg führen. Dort zweigt nach rechts die Hauptstraße ab, auf der man in die Altstadt von Weinheim gelangt.

Tipp: Ich empfehle, vor der Wanderung noch Weinheim zu besichtigen!

Sehenswert sind dort unter anderem am Marktplatz das Alte Rathaus von 1557 im Renaissance-Stil und die neuromanische Sankt-Laurentius-Kirche. Sie wurde zwischen 1911 und 1913 an der Stelle einer älteren Kirche errichtet, die auf das 13. Jahrhundert zurückging.

Ebenfalls sehenswert sind das Weinheimer Schloss mit dem Schlosspark sowie die Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert wie das Obertor, der Blaue Hut oder der Rote Turm.

Anschließend kehrt man zum Dürreplatz zurück und folgt dem mit einem grünen Quadrat markierten Weg über den Platz hinweg und eine Treppe hinab. Dann führen einen die Markierungen um einen Kreisverkehr herum in die Straße „Am Schlossberg“ hinein.

Burgruine Windeck

Odenwald: Burgruine Windeck mit Bergfried von Norden - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burgruine Windeck mit Bergfried

Kurz danach biegt der Wanderweg nach rechts in den Neuen Burgweg ein und folgt ihm bergauf. Auf der rechten Seite hat man einen schönen Blick auf die Altstadt von Weinheim.

Der Neue Burgweg umrundet die Südseite der Burgruine Windeck, die man nach rund 800 Metern und einem steilen Anstieg erreicht (knapp 2 km ab Weinheim, Einkehrmöglichkeit).

Tipp: Ich empfehle, die Burgruine Windeck zu erkunden und die herrliche Aussicht zu genießen!

Die Burg geht auf das 12. Jahrhundert zurück, wurde aber 1674 zerstört. Seit 1803 war die Burgruine im Besitz des badischen Staates, seit 1978 ist sie Eigentum der Stadt Weinheim.

Odenwald: Blick von Burgruine Windeck auf Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick von Burgruine Windeck auf Weinheim

Der 28 Meter hohe Bergfried kann bestiegen werden. Von dort aus hat man noch einmal einen herrlichen Blick auf Weinheim.

Außerdem hat man eine schöne Rundumsicht auf die Wachenburg und die umliegenden Höhen des Odenwaldes sowie die Oberrheinebene und den dahinter liegenden Höhenzug des Pfälzerwaldes.

Nachdem man die Aussicht genossen hat, folgt man weiter dem mit einem grünen Quadrat markierten Wanderweg bergauf. Zuerst geht man ein kurzes Stück auf einer kleinen Straße. Dann biegt man nach rechts in einen asphaltierten Weg ein, dem man entlang von Gärten geradeaus und dann scharf nach links folgt. Danach führt der Asphaltweg in einem weiten Rechtsbogen an einer Schutzhütte vorbei.

Wachenburg

Anschließend gelangt man auf einen schmalen Waldpfad, dem man rund 300 Meter bergauf bis zu einer Wegkreuzung folgt. Dort stößt man erstmals auf die Markierungen des Burgensteigs Bergstraße mit dem blau-weißen Burg-Zeichen.

Odenwald: Zugang zur Wachenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Zugang zur Wachenburg

Nach links führt der Burgensteig auf mit Geländern gesicherten Treppen und Serpentinen hinauf zur Wachenburg.

Tipp: Wer Zeit und Lust hat sollte noch das kurze Stück zur Wachenburg gehen und sie besichtigen!

Die Burg hat keinen mittelalterlichen Ursprung, sondern wurde zwischen 1907 und 1928 im neuromanischen Stil vom Weinheimer Senioren-Convent neu erbaut. Dieser Dachverband mehrerer Studentenverbindungen nutzt die Wachenburg seither als Tagungs- und Begegnungsstätte.

Der Burghof, der Bergfried mit der Aussichtsplattform und die Burgschänke stehen auch für Tagesbesucher offen. Besondere Sehenswürdigkeiten sind das innere Wappentor, auf dessen Außenseite die farbigen Wappen der angeschlossenen Studentenverbindungen zu sehen sind, und der Aussichtsturm.

Der Bergfried bietet eine weite Rundumsicht über die umliegenden Höhen des Odenwaldes und auf die Oberrheinebene. Außerdem hat man einen schönen Blick auf die Burgruine Windeck und auf Weinheim.

Gorxheimer Tal

Anschließend kehrt man zur Wegkreuzung unterhalb der Wachenburg zurück und folgt den blau-weißen Markierungen des Burgensteigs Bergstraße bergab in Richtung Lützelsachsen. Nach rund 150 Metern trifft man dann auf einen anderen Waldweg in den man nach links einbiegt.

Odenwald: Waldlichtung beim Gorxheimer Tal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Waldlichtung beim Gorxheimer Tal

Danach wandert man auf dem gewundenen, weitgehend ebenen Weg immer an der Hangkante entlang durch den Wald. Nach rund 800 Metern gelangt man dann an eine größere Wegkreuzung, wo der Wanderweg nach rechts abbiegt. Auch anschließend verläuft der Weg weitgehend eben am Hang entlang und erreicht nach wiederum gut 800 Metern Metern eine große Waldlichtung.

Dort macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach rechts und führt dann in Serpentinen in das Gorxheimer Tal hinab.

Odenwald: Waldschwimmbad im Gorxheimer Tal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Waldschwimmbad im Gorxheimer Tal

Auf dem Weg bergab kann man im Talgrund bereits das dortige Freibad sehen. Man durchwandert zwei weitere Spitzkehren und erreicht dann nach rund 600 Metern die Talstraße (etwa 5 km ab Weinheim). Anschließend überquert man die Straße und folgt den blau-weißen Markierungen des Burgensteigs Bergstraße am Weinheimer Waldschwimmbad vorbei.

Danach führt der Wanderweg geradeaus wieder in den Wald hinein, wobei man den Waldparkplatz Raubschloss überquert. Dieser Flurname bezieht sich auf eine kleine Burganlage, die vermutlich seit dem 13. Jahrhundert auf einer Anhöhe südöstlich des heutigen Parkplatzes lag. Von der einstigen Burg sind im Wald allerdings nur noch der Burghügel, Wall und Graben sowie geringe Mauerreste auszumachen.

Nach dem Waldparkplatz biegt der Wanderweg bei der ersten Kreuzung scharf nach links ab und führt dann einen breiten Forstweg bergauf. Beim Aufstieg hat man linker Hand einen schönen Blick über das Gorxheiner Tal.

Odenwald: Blick über das Gorxheimer Tal auf Burgruine Windeck - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick über das Gorxheimer Tal auf Burgruine Windeck

Auf der anderen Seite kann man talabwärts die Burgruine Windeck sehen. Links davon sind außerdem die Türme des Weinheimer Schlosses und der Sankt-Laurentius-Kirche in der Altstadt von Weinheim zu erkennen.

Lange-Bank-Hütte

Odenwald: Wanderweg vor der Lange-Bank-Hütte - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg vor der Lange-Bank-Hütte

Nach rund 250 Metern verlässt der Burgensteig den Forstweg wieder und biegt in einer Spitzkehre nach rechts in einen schmalen Waldweg ein. Kurz danach passiert man einen Sendemast und wandert durch den Wald weiter bergauf. Nach rund 400 Metern gelangt man dann noch einmal für ein kurzes Stück auf den breiten Forstweg. Diesen verlässt man aber schon kurz danach wieder, indem man rechts einem schmalen Waldweg folgt.

Odenwald: Lange-Bank-Hütte - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Lange-Bank-Hütte

Nach weiteren rund 400 Metern trifft man dann erneut auf den breiten Forstweg, in den man nach rechts einbiegt. Kurz danach erreicht man eine große Wegkreuzung und die markante Lange-Bank-Hütte mit ihrem Zeltdach.

Anschließend führt der Burgensteig Bergstraße rechts an der Hütte vorbei auf einem Forstweg weiter bergauf. Auf diesem Weg umrundet man dann in einem weiten Bogen den linker Hand liegenden Goldkopf. Rechts durch die Bäume kann man noch einmal die Wachenburg erkennen.

Geiersberg-Pavillon

Rund 500 Meter nach der Langen-Bank-Hütte biegt der Wanderweg dann nach links in einem schmalen Pfad ab. Kurz danach trifft man auf einen breiten Forstweg, in den man nach rechts einbiegt.

Odenwald: Wanderweg vor dem Geiersberg-Pavillon - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg vor dem Geiersberg-Pavillon

Auch an der nächsten Weggabelung hält man sich rechts, aber an der folgenden Gabelung geht man dann nach links. Dort zeigen ein moderner Wegweiser des Burgensteigs und ein historischer Wegstein aus rotem Buntsandstein die Richtung „Nach dem Geiersbergkopf“.

Der blau-weiß markierte Wanderweg verläuft anschließend am rechter Hand liegenden Geiersberg entlang. Nach rund 500 Metern kommt man erneut an eine Kreuzung mit einem alten Wegstein, wo man ebenfalls geradeaus „Nach dem Pavillon u. Geiersbergkopf“ geht. Kurz danach biegt nach rechts ein schmaler Pfad bergauf nach rechts ab, während der Burgensteig nach links bergab weiterführt.

Odenwald: Geiersberg-Pavillon - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Geiersberg-Pavillon

Ich empfehle dort die wenige Meter nach rechts zum Geiersberg-Pavillon zu gehen (gut 8 km ab Weinheim). Der Aussichtspunkt ist zwar ziemlich zugewachsen, aber nach Westen hat man dennoch eine schöne Aussicht auf die Oberrheinebene.

Anschließend kehrt man zum Burgensteigs Bergstraße zurück und folgt dessen blau-weißen Markierungen auf einem schmalen Serpentinenpfad bergab. Kurz danach kreuzt man in einer Spitzkehre nach rechts einen anderen Weg. Nach rund 200 Metern und einigen Treppenstufen stößt der Wanderweg dann auf einen breiten Forstweg, auf dem der Burgensteig nach links weiter führt.

Tipp: Ich empfehle, auf dem Forstweg noch rund 300 Meter nach rechts bis zu einem Aussichtspunkt mit Schutzhütte zu gehen.

Dort, oberhalb der Weinlage Lützelsachsener Stephansberg, hat man nämlich eine herrliche Aussicht auf die Oberrheinebene. Im Vordergrund sieht man Lützelsachsen – das nächste Zwischenziel dieser Wanderung.

Odenwald: Aussicht am Lützelsachsener Stephansberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Aussicht am Lützelsachsener Stephansberg

Anschließend kehrt man auf demselben Weg zum Burgensteig Bergstraße zurück und folgt diesem durch weiter den Wald.

Lützelsachsen

Der Burgensteig führt auf dem breiten Forstweg langsam bergab und biegt nach knapp 700 Metern nach rechts in einen schmalen Waldpfad ein. Kurz danach gelangt man erneut auf einen breiten Forstweg und folgt diesem nach rechts weiter bergab.

Odenwald: Evangelische Kirche von Lützelsachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Evangelische Kirche von Lützelsachsen

Anschließend macht der Forstweg eine Spitzkehre nach links und erreicht dann den Weinheimer Ortsteil Lützelsachsen (etwa 10 km ab Weinheim, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Schon an der ersten Straßenecke biegt der Wanderweg nach links ab. Wenn man dort aber die Sommergasse geradeaus weiter geht, gelangt man in den Ortskern.

Tipp: Wer Lust hat, sollte noch einen Bummel durch Lützelsachsen machen!

Der Ort hat einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie die Evangelische Kirche von 1773 oder das Alte Rathaus von 1688 mit einer Durchfahrt.

Danach kehrt man zum Burgensteig Bergstraße zurück und folgt den blau-weißen Markierungen im Zickzack durch ein Wohngebiet.

Odenwald: Blick auf Lützelsachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Lützelsachsen

Am Holzweg muss man ein wenig aufpassen! Dort biegt der mit einem gelben „B“ auf weißem Grund markierten Blütenweg Bergstraße nach rechts ab. Der Burgensteig führt aber zuerst nach links und dann in einer weiten Rechtswende über einen Parkplatz und an einem Wasserbehälter vorbei zum Waldrand hinauf.

Anschließend führt der Wanderweg oberhalb von Lützelsachsen am Waldrand entlang. Dabei hat man immer wieder schöne Ausblicke auf den Ort. Nach rund 400 Metern stößt man dann erneut auf eine kleine Wohnstraße. In diese biegt man nach links ein und wandert kurz danach aus dem Ort hinaus.

Bergfriedhof Hohensachsen

Anschließend führt der Burgensteig Bergstraße durch Weinberge oberhalb von Hohensachsen entlang. Dort hat man eine schöne Aussicht auf den Ort und das dahinter liegende Großsachsen – das Ziel dieser Wanderung.

Odenwald: Blick auf Hohensachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick auf Hohensachsen an der Bergstraße

Odenwald: Kapelle des Bergfriedhofs von Hohensachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Kapelle des Bergfriedhofs von Hohensachsen

Nach rund 300 Metern stößt man dann beim Bergfriedhof von Hohensachsen auf eine asphaltierte Straße. Dieser folgt man nach links und gelangt dann rechts zu zwei Eingängen des Bergfriedhofs.

Rechts befindet sich der neue Teil mit einer modernen Kapelle. Links hinter einer mächtigen Mauer und einem überdachten Tor liegt der alte Teil des Bergfriedhofs. Dort befand sich einst auch eine im 17. Jahrhundert zerstörte Sankt-Jakobus-Basilika.

Hohensachsen

Odenwald: Sankt-Jakobus-Kirche von Hohensachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Jakobus-Kirche

Der Wanderweg führt zwischen beiden Friedhofsteilen hindurch. Anschließend verläuft er in einer weit geschwungenen S-Kurve durch Weinberge zum Ortsrand des Weinheimer Ortsteils Hohensachsen hinab (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Direkt am Ortseingang befinden sich rechts das Pfarrhaus und die spätbarocke Sankt-Jakobus-Kirche von 1772. Kurz danach biegt der Burgensteig nach links in die Brunnengasse ab.

Ich empfehle aber, vorher noch einige Meter geradeaus bis zum Alten Rathaus von Hohensachsen aus dem Jahr 1686 zu gehen.

Odenwald: Altes Rathaus von Hohensachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Altes Rathaus von Hohensachsen

Schließlich kehrt man zum Burgensteig Bergstraße zurück und folgt den blau-weißen Markierungen auf der Brunnengasse aus dem Ort hinaus.

Der Weg führt bergauf um einen Weinberg herum, an Gärten vorbei und dann in den Wald hinein.

Bergwerk „Marie in der Kohlbach“

Odenwald: Eingang zum ehemaligen Bergwerk Marie in der Kohlbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eingang zum ehemaligen Bergwerk Marie in der Kohlbach

Anschließend wandert man gut einen halben Kilometer auf einem schmalen Pfad durch den Wald. Dann erreicht man eine Lichtung mit dem Eingang zum ehemaligen Bergwerk „Marie in der Kohlbach“ (etwa 13 km ab Weinheim).

In der Grube Marie wurden mit Unterbrechungen vom 15. bis zum 19. Jahrhundert Blei und Silber abgebaut. Seit 2008 ist dort ein Besucherbergwerk eingerichtet, das nach Voranmeldung auf geführten Touren besichtigt werden kann.

Beim Bergwerk wechselt der Wanderweg auf einen breiten Forstweg und macht eine weite Rechtskurve. Kurz danach trifft man auf eine große Wegkreuzung, wo man den blau-weißen Markierungen des Burgensteigs Bergstraße nach links folgt. Dort passiert man auch die Holzhütten eines Waldkindergartens.

Odenwald: Blick über die Gallenbergwiese bei Großsachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick über die Gallenbergwiese

Anschließend wandert man auf einem breiten Forstweg weiter durch den Wald und erreicht nach gut 500 Metern den mit einem Metalltor gesicherten Eingang zur Gallenbergwiese. Die Streuobstwiese mit Halbtrockenrasen steht unter Naturschutz, weil sie zahlreichen seltenen Pflanzenarten eine Heimat bietet.

Ich empfehle, durch das Tor die wenigen Meter zur Wiese hinab zu gehen und dieses botanische Kleinod anzuschauen. Dort laden auch mehrere Bänke zu einer Pause ein. Von der Wiese aus und auf dem folgenden Wegabschnitt kann man durch die Bäume schon Großsachsen sehen – das Ziel dieser Wanderung!

Odenwald: Blick auf Großsachsen an der Bergstraße - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick auf Großsachsen an der Bergstraße

Rund hundert Meter nach dem Eingang zur Gallenbergwiese gelangt man zu einer Wegkreuzung. Der Burgensteig Bergstraße führt dort nach links auf dem Hindenburgweg weiter zur Kunz-Mühle im Apfelbachtal.

Odenwald: Eingang zum Beltzhohl-Stollen bei Großsachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eingang zum Beltzhohl-Stollen bei Großsachsen

Wir verlassen dort aber den Burgensteig und biegen nach rechts in einen Hohlweg ein, der uns nach Großsachsen hinab führt. Am Ende des Hohlwegs passiert man rechts den Eingang zum Beltzhohl-Stollen. Der Versuchsstollen wurde vermutlich im 16. Jahrhundert auf der Suche nach Blei und Silber gegraben und 2013 wieder freigelegt.

Großsachsen

Nach dem Beltzhohl-Stollen geht man geradeaus durch Weinberge und erreicht kurz danach die ersten Häuser von Großsachsen (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten), das ein Ortsteil von Hirschberg ist.

Odenwald: Christkönigskirche von Großsachsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Christkönigskirche von Großsachsen

Anschließend folgt man einfach dem Winzerweg an der Bebauung entlang bis es geradeaus nicht mehr weiter geht. Dort hält man sich kurz links und biegt direkt danach rechts in die Friedrich-Ebert-Straße ein. Am besten orientiert man sich am schon von weitem sichtbaren Glockenturm der Christkönigskirche, die aus der Mitte der 1960er Jahre stammt.

Der Friedrich-Ebert-Straße folgt man dann an der Christkönigskirche vorbei immer geradeaus. Nach gut einem halben Kilometer erreicht man schließlich die Straßenbahn-Haltestelle „Bahnhof Großsachsen“, wo diese Wanderung endet (etwa 15 km ab Weinheim). Von dort aus kann man mit der Straßenbahn halbstündlich zurück nach Weinheim oder nach Heidelberg und Mannheim fahren.

Tipp: Ich empfehle aber, vor der Abreise noch Großsachsen zu besichtigen.

Hierzu kann man vor der Christkönigskirche einen Fußweg hinab zur Breitgasse im Ortskern von Großsachsen folgen. Zu den Sehenswürdigkeiten dort gehören unter anderem das Alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, verschiedenen Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert und die barocke Evangelische Kirche von 1762.