Burgensteig 6: Von Hemsbach nach Weinheim

Auf dem Burgensteig Bergstraße über den Hirschkopfturm und die Wachenburg zur Burg Windeck

Odenwald: Blick auf Hemsbach an der Bergstraße - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick auf Hemsbach an der Bergstraße

Markierungen des Burgensteigs BergstraßeDiese Wanderung führt auf dem Burgensteig Bergstraße von Hemsbach über den Hirschkopfturm und das Weschnitztal sowie die Wachenburg und die Burgruine Windeck nach Weinheim (etwa 16 km). Sie ist bewusst so angelegt, dass noch genügend Zeit bleibt, um die Orte und die Burgen zu besichtigen. Diese Wanderung weicht von den „offiziellen“ Etappen des Burgensteigs Bergstraße ab, um die Zuwege von Hemsbach und nach Weinheim zu optimieren sowie die Etappenlängen gleichmäßiger zu verteilen. Die Wanderung entspricht weitgehend dem Ende der „offiziellen“ Etappe 5 und dem Anfang der „offiziellen“ Etappe 6 des Burgensteigs Bergstraße.

Hemsbach

Odenwald: Altes Rathaus in Hemsbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Altes Rathaus in Hemsbach

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof von Hemsbach, der per Regionalbahn und Regionalexpress (Main-Neckar-Bahn) aus den Richtungen Frankfurt und Darmstadt sowie Mannheim und Heidelberg halbstündlich erreichbar ist. Vom Bahnhof aus folgt man der gewundenen Bachgasse in den Ortskern.

Tipp: Vor der Wanderung sollte man sich Hemsbach ansehen!

Auf der Bachgasse gelangt man zur barocken Sankt-Laurentius-Kirche von 1658 und dann zum Alten Rathaus aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls sehenswert sind die sogenannte Zehntscheuer und das Rothschild-Schloss.

Bei der Zehntscheuer handelt es sich nicht um ein Lagergebäude, sondern um den Wohnturm einer früheren Niederburg aus der Zeit um 1400.

Das Rothschild-Schloss geht auf eine Villa aus dem Jahr 1764 zurück. Der Bankier Carl Mayer von Rothschild (1788 – 1855) ließ sie ab 1839 um zwei Stockwerke und zwei Flügelbauten erweitern. In dem Schloss befindet sich heute das Rathaus von Hemsbach.

Nachdem man die Sankt-Laurentius-Kirche und das Alte Rathaus passiert hat, stößt man am Ende der Bachgasse auf eine Hauptstraße, der man dann nach rechts folgt.

Sulzbach

Anschließend geht man an der Straße fast einen Kilometer entlang. Man lässt Hemsbach hinter sich, wandert an Wiesen und Gärten vorbei und erreicht dann den Rand des Weinheimer Ortsteils Sulzbach.

Odenwald: Blick auf Sulzbach an der Bergstraße - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Sulzbach

Dort geht man über die Hauptstraße nach links am Sulzbacher Friedhof entlang über einen Parkplatz. Danach folgt man geradeaus der kleinen Straße Am Geisenrain bergauf.

Nach wenigen Metern trifft man auf die Markierungen mit einem blau-weißen Burg-Zeichen des Burgensteigs Bergstraße (knapp 2 km ab Hemsbach). Diesen Markierungen folgt man dann nach rechts auf einem schmalen Weg durch Gärten oberhalb von Sulzbach.

Nach rund 500 Metern gelangt man auf eine kleine asphaltierte Straße. Kurz danach biegt der Wanderweg nach rechts ab und führt bergab wieder ein Stück nach Sulzbach hinein. Nach rund 50 Metern sieht man rechts die Sulzbacher Kapelle aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Direkt nach der Kapelle biegt der Wanderweg zwischen zwei Häusern nach links ab und verlässt den Ort wieder. Wer mag, kann dort noch geradeaus in den Ort hinein gehen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört unter anderem das Alte Rathaus an der Hauptstraße.

Nächstenbach

Nachdem man Sulzbach wieder verlassen hat, verläuft der Burgensteig Bergstraße zuerst durch einen Hohlweg. Bald danach biegt der Wanderweg nach links in einen kleinen Taleinschnitt ein und führt dann nach einer Kehre wieder aus dem Einschnitt heraus.

Odenwald: Ortsrand von Nächstenbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ortsrand von Nächstenbach

Der Weg führt anschließend weiter durch den Wald in einem weiten Linksbogen auf Nächstenbach zu. Am Ortsrand von Nächstenbach macht der Burgensteig eine Spitzkehre nach rechts.

Danach folgt man den blau-weißen Markierungen nach links eine asphaltierte Straße zur Siedlung Nächstenbacher Berg hinauf. Am Rand der Siedlung macht der Wanderweg erneut eine Spitzkehre, aber diesmal nach links.

Odenwald: Blick am Nächstenbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick auf Nächstenbach

Odenwald: Blick vom Nächstenbacher Berg auf die Oberrheinebene - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick vom Nächstenbacher Berg auf die Oberrheinebene

Man durchquert ein kleines Waldstück und überquert dann eine größere Freifläche mit Obstbäumen und Weiden. Dort hat man nach links noch einmal einen schönen Blick auf Nächstenbach. Nach rechts öffnet sich eine weite Aussicht auf die Oberrheinebene. Bei klarer Sicht kann man fern in der Ebene Mannheim und Ludwigshafen sehen und dahinter den Höhenzug des Pfälzerwaldes.

Hirschkopfturm

Odenwald: Fels und Baum am Hirschkopf - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Fels und Baum am Hirschkopf

Der Wanderweg taucht anschließend wieder in den Wald ein und führt nun allmählich zum Hirschkopf hinauf. Nach rund 250 Metern kreuzt man einen breiten Forstweg. Kurz danach sieht man rechts am Weg einen markanten Fels, um den sich ein Baum schmiegt.

Rund 500 Meter nachdem man den Forstweg gekreuzt hat, erreicht man dann einen weiteren breiten Forstweg, in den man nach rechts einbiegt.

Odenwald: Hirschkopfturm - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Hirschkopfturm

Anschließend sind es nur noch rund 250 Meter und ein kurzer, steiler Anstieg bis zum Hirschkopfturm (etwa 5 km ab Hemsbach). Der 15 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Gipfel des Hirschkopfs stammt von 1870. Der Eintritt zum Turm ist frei.

Von oben hat man einen weiten Rundblick über die umliegenden Höhen des Odenwaldes und auf die Oberrheinebene. In südlicher Richtung kann man die Wachenburg und durch die Bäume hindurch auch schon Weinheim erkennen – das Ziel dieser Wanderung.

Tipp: Ich empfehle, den Hirschkopfturm zu besteigen und dort die herrliche Rundumsicht zu genießen.

Odenwald: Blick vom Hirschkopfturm Richtung Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick vom Hirschkopfturm Richtung Weinheim

Am Westhang des Hirschkopfs kann man den Gittermast des Senders Weinheim sehen, über den die Stadt und das Umland mit Radio- und Fernsehprogrammen versorgt werden.

Vogesenschau

Odenwald: Wegzeichen am Hirschkopf - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wegstein am Hirschkopf

Vom Aussichtsturm aus folgt man den blau-weißen Markierungen des Burgensteigs Bergstraße auf einem schmalen Pfad wieder bergab. Nach gut 300 Metern trifft man dann auf einen breiten Forstweg. Der Pfad geradeaus führt direkt auf den Mast des Senders Weinheim zu.

Wir biegen aber nach links in den Forstweg ein und folgen ihm rund 300 Meter durch den Wald. Dann sieht man links vom Weg einen großen Baumstumpf und einen alten Wegstein aus rotem Buntsandstein. Achtung! Der Burgensteig Bergstraße biegt dort scharf nach rechts ab.

Odenwald: Vogesenschau mit Schutzhütte - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Vogesenschau mit Schutzhütte

Danach wandert man auf einem schmalen Waldpfad weiter bergab. Nach gut 500 Metern erreicht man dann den Aussichtspunkt Vogesenschau mit einer großen Schutzhütte.

Der Aussichtspunkt ist etwas zugewachsen. Dennoch hat man von dort aus einen schönen Blick auf die Wachenburg und die Burgruine Windeck auf der anderen Seite des Weschnitztals.

Außerdem hat man eine gute Aussicht auf die Altstadt von Weinheim sowie die Oberrheinebene und den dahinter liegenden Höhenzug des Pfälzerwaldes. Und bei sehr klarer Sicht kann man in südwestlicher Richtung sogar bis zu den Vogesen schauen.

Odenwald: Vogesenschau-Blick auf Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Vogesenschau-Blick auf Weinheim

Weschnitztal

Odenwald: Hohlweg beim Neuen Forstweg nahe Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Hohlweg hinter der Vogesenschau

Vom Aussichtspunkt Vogesenschau folgt man dem blau-weiß markierten Burgensteig Bergstraße weiter durch den Wald. Nach rund 400 Metern gelangt man dann an eine Wegkreuzung, wo der Burgensteig nach links in einen Hohlweg abbiegt. Am Ende des Hohlwegs nach rund 200 Metern macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach links.

Auch auf dem Streckenabschnitt danach wechselt der Weg mehrfach die Richtung. Nach gut 500 Metern stößt man auf einen asphaltierten Forstweg. Der Wanderweg verlässt diesen jedoch sofort wieder, indem er dort eine weitere Spitzkehre nach rechts macht. Anschließend wird der Burgensteig von einer Mountainbike-Strecke gekreuzt, für die zwischen den Bäumen sogar mehrere Schanzen angelegt wurden. Vorsicht! Manche Biker kreuzen dort mit hohem Tempo den Wanderweg!

Odenwald: Schutzhütte beim Neuen Forstweg nahe Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Schutzhütte am Neuen Forstweg

Auf diesem Wegabschnitt kann man links durch die Bäume auch erneut die Wachenburg und die Burgruine Windeck sehen. Kurz danach gelangt man am Neuen Forstweg an eine Schutzhütte.

Der Wanderweg macht dort erneut eine Spitzkehre nach links und führt nun ins Weschnitztal hinein. Rechter Hand kann man durch die Bäume und über das Tal hinweg die Wachenburg und den Steinbruch Weinheim sehen. In ihm wird das vulkanische Gestein Rhyolith (auch Quarzporphyr genannt) abgebaut.

Der Weg verläuft immer weiter bergab und stößt nach knapp einem Kilometer auf einen breiten Wirtschaftweg, in den man mit einer Spitzkehre nach rechts einbiegt. Kurz danach überquert man auf einer Brücke eine eingleisige Bahnstrecke und gelangt dann zur Straße im Weschnitztal (gut 9 km ab Hemsbach).

Fuchs’sche Mühle

Odenwald: Carlebachmühle im Weschnitztal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Carlebachmühle im Weschnitztal

Dieser Talabschnitt zwischen Weinheim und Birkenau wird auch Sechs-Mühlen-Tal genannt, weil sich dort entlang der Weschnitz mehrere Mühlen aneinanderreihen.

Links talaufwärts kann man die Carlebachmühle sehen. Sie geht auf das 15. Jahrhundert zurück und war seit dem 19. Jahrhundert eine industrielle Tuchwalkmühle, in der Stoffe verarbeitet wurden. Heute beherbergt sie Büros und Wohnungen.

Der Burgensteig Bergstraße folgt der Talstraße aber nach rechts talabwärts. Hierzu muss man zuerst die Straße überqueren. Vorsicht, achten Sie beim Kreuzen der Fahrbahn unbedingt auf den Verkehr!

Odenwald: Obere Fuchs'sche Mühle im Weschnitztal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Obere Fuchs’sche Mühle im Weschnitztal

Auf dem Weg an der Straße entlang passiert man zuerst die alten Gebäude der Kinscherf’schen Mühle. Sie wurde 1835 gegründet und war eine Getreidemühle.

Rund 150 Meter weiter erreicht man dann die Obere Fuchs’sche Mühle (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit). Sie geht auf das 16. Jahrhundert zurück und war eine Getreide- und eine Sägemühle. Heute befinden sich dort ein Gasthof und ein Hotel.

Direkt unterhalb der Oberen liegt die Untere Fuchs’sche Mühle von 1835, die eine Getreide- und Ölmühle war.

Odenwald: Blick auf die Obere Fuchs'sche Mühle im Weschnitztal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf die Obere Fuchs’sche Mühle

Der Burgensteig Bergstraße biegt jedoch unmittelbar davor nach links ab. Man folgt den blau-weißen Markierungen über das Mühlengelände und überquert dann auf einer kleinen Brücke die Weschnitz.

Hinter der Brücke führt der Wanderweg nach links zum Wald hinauf. Von dort aus hat man noch einmal einen schönen Blick auf die Fuchs’schen Mühlen im Weschnitztal.

Kurz danach gelangt man auf einen breiten Forstweg, der in den Wald hinein führt. Der Burgensteig biegt aber schon nach gut 100 Metern wieder nach links ab. Er verläuft dann oberhalb der Kinscherf’schen Mühle erneut bis kurz vor die Carlebachmühle und nach einer Spitzkehre wieder zurück.

Wachenberg

Wer diesen Umweg von rund 600 Metern vermeiden möchte, bleibt einfach auf dem breiten Forstweg, der nach gut 200 Metern wieder auf die blau-weißen Markierungen des Wanderwegs trifft.

Odenwald: Blick vom Schönherrnberg auf Birkenau im Weschnitztal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Birkenau

Anschließend biegt man vom Forstweg nach rechts in einen Hohlweg ein, der zum Sportplatz des VfL Birkenau hinaufführt. Unterhalb des Sportplatzes macht der Wanderweg eine weite Rechtskurve und führt dann bergauf zu einer großen Wiese (etwa 11 km ab Hemsbach). Über die Wiese hinweg kann man im Weschnitztal den Ort Birkenau sehen.

Danach folgt man dem blau-weiß markierten Wanderweg an der Ostseite des Wachenbergs hinauf. Auf der Nordwestseite befindet sich der bereits erwähnte Steinbruch Weinheim, den der Burgensteig Bergstraße nun in einem weiten Bogen umrundet.

Odenwald: Wanderweg am Wachenberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burgensteig Bergstraße am Wachenberg

Man wandert zuerst auf einem breiten Forstweg, biegt aber nach rund 250 Metern rechts in einen schmaleren Waldweg ein. Diesem folgt man dann über mehrere Biegungen immer weiter bergauf, bis man nach rund 800 Metern wieder auf einen breiten Forstweg stößt. Allerdings verlässt man diesen sogleich wieder, weil der Burgensteig nach rechts einem schmalen Pfad den Hang hinauf folgt.

Nach knapp 100 Metern gelangt man dann auf einen breiten Forstweg, in den man rechts einbiegt. Nach rund 50 Meter biegt der Burgensteig Bergstraße aber schon wieder rechts ab und führt anschließend einen Pfad bergauf.

Wachenburg

Nach einem zuletzt steilen Anstieg von rund 300 Metern gelangt man dann wieder auf einen flachen Weg. Diesem folgt man nach links, bis man nach rund 700 Meter einen Waldparkplatz überquert.

Odenwald: Zugang zur Wachenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Zugang zur Wachenburg

Anschließend erreicht man den Zugang zur Wachenburg (gut 13 km ab Hemsbach, Einkehrmöglichkeit).

Die Burg hat keinen mittelalterlichen Ursprung, sondern wurde zwischen 1907 und 1928 im neuromanischen Stil vom Weinheimer Senioren-Convent neu erbaut. Dieser Dachverband mehrerer Studentenverbindungen nutzt die Wachenburg seither als Tagungs- und Begegnungsstätte.

Tipp: Man sollte die Wachenburg unbedingt besichtigen!

Der Burghof, der Bergfried mit der Aussichtsplattform und die Burgschänke stehen auch für Tagesbesucher offen. Besondere Sehenswürdigkeiten sind das innere Wappentor, auf dessen Außenseite die farbigen Wappen der angeschlossenen Studentenverbindungen zu sehen sind, und der Aussichtsturm.

Der Bergfried bietet eine weite Rundumsicht über die umliegenden Höhen des Odenwaldes und auf die Oberrheinebene. Außerdem hat man einen schönen Blick auf die Burgruine Windeck und auf Weinheim – das Ziel dieser Wanderung.

Burgruine Windeck

Odenwald: Wanderweg nach Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg vor Weinheim

Von der Wachenburg aus führt der Wanderweg auf mit Geländern gesicherten Treppen und Serpentinen hinab. Kurz danach gelangt man an eine Wegkreuzung, wo die blau-weißen Markierungen des Burgensteigs Bergstraße geradeaus weiter bergab führen.

Diese Wanderung verlässt dort aber den Burgensteig und biegt nach rechts ab. Wir folgen nun dem mit einem grünen Quadrat markierten Wanderweg zur Burgruine Windeck und nach Weinheim.

Der Waldweg verläuft stetig bergab. Nach rund 300 Metern gelangt man dann auf einen asphaltierten Weg, der in einem weiten Linksbogen an einer Schutzhütte vorbei führt.

Odenwald: Burgruine Windeck mit Bergfried von Norden - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burgruine Windeck mit Bergfried

Anschließend geht man auf dem Asphaltweg entlang von Gärten ein Stück geradeaus und dann scharf nach rechts. Schließlich gelangt man auf eine kleine Straße, die direkt auf die Burgruine Windeck zuläuft (gut 14 km ab Hemsbach, Einkehrmöglichkeit).

Die Burg geht auf das 12. Jahrhundert zurück, wurde aber 1674 zerstört. Seit 1803 war die Burgruine im Besitz des badischen Staates, seit 1978 ist sie Eigentum der Stadt Weinheim.

Tipp: Ich empfehle, auch die Burgruine Windeck zu erkunden und die herrliche Aussicht zu genießen!

Der 28 Meter hohe Bergfried kann bestiegen werden. Von dort aus hat man einen schönen Rundblick auf die Wachenburg und die umliegenden Höhen des Odenwaldes sowie die Oberrheinebene und den dahinter liegenden Höhenzug des Pfälzerwaldes.

Odenwald: Blick von Burgruine Windeck auf Weinheimg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Odenwald: Blick von Burgruine Windeck auf Weinheim

Zu Füßen der Burgruine Windeck hat man einen herrlichen Blick auf die Altstadt von Weinheim, in die man als nächstes hinab steigt.

Weinheim

Man kehrt zu dem mit einem grünen Quadrat markierten Wanderweg zurück und umrundet die Burgruine auf der Südseite. Kurz danach kommt man zu einer kleinen Wegkreuzung, wo der Burgpfad nach links über Treppen direkt zur Altstadt hinab führt.

Odenwald: Blick auf die Altstadt von Weinheim - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf die Altstadt von Weinheim

Diese Wanderung folgt aber geradeaus dem Neuen Burgweg bergab. Auf der linken Seite hat man erneut einen schönen Blick auf die Altstadt von Weinheim.

Am Ende des Neuen Burgwegs hat man den Ortsrand von Weinheim erreicht. Dort biegt man nach links ab und folgt dann den grünen Quadrat-Markierungen um einen Kreisverkehr herum. Anschließend führt der Wanderweg eine Treppe hinauf und über den Dürreplatz in die Bahnhofstraße hinein.

Wer dort geradeaus weiter geht, gelangt über die Bahnhofstraße nach rund 600 Metern zum Bahnhof von Weinheim, wo diese Wanderung endet (etwa 16 km ab Hemsbach). Von dort aus kann man per Regionalbahn und Regionalexpress (Main-Neckar-Bahn) halbstündlich in Richtung Darmstadt und Frankfurt oder Mannheim und Heidelberg fahren.

Tipp: Ich empfehle, vor der Abreise noch einen Bummel durch Weinheim zu machen!

Hierzu folgt man vom Dürreplatz nach links der Hauptstraße in die Altstadt hinein. Sehenswert sind dort unter anderem am Marktplatz das Alte Rathaus von 1557 in Renaissance-Stil und die neuromanische Sankt-Laurentius-Kirche. Sie wurde zwischen 1911 und 1913 an der Stelle einer älteren Kirche errichtet, die auf das 13. Jahrhundert zurückging.

Ebenfalls sehenswert sind das Weinheimer Schloss mit dem Schlosspark sowie die Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung aus dem 14. Jahrhundert wie das Obertor, der Blaue Hut oder der Rote Turm.