Grote Rivierenpad 1: Von Kleve nach Kranenburg

Auf dem Grote Rivierenpad (Große-Flüsse-Weg) durch den Klever Reichswald zum Mühlenturm

Niederrhein: Blick auf Kleve - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Blick auf Kleve

Markierungen des Grote Rivierenpad (Große-Flüsse-Weg)Diese Wanderung führt auf dem Grote Rivierenpad (Große-Flüsse-Weg) von Kleve über den Klever Berg und durch den Klever Reichswald nach Kranenburg (etwa 18 km). Sie ist bewusst so angelegt, dass noch genügend Zeit bleibt, um Kranenburg zu besichtigen. Die Wanderung entspricht weitgehend der „offiziellen“ Etappe 15 des Grote Rivierenpad.

Sie möchten rasch einen Eindruck bekommen, was Sie auf dieser Wanderung erwartet? Hier einige Video-Impressionen vom Grote Rivierenpad (Große-Flüsse-Weg) zwischen Kleve und Kranenburg…

Kleve

Die Wanderung beginnt am Bahnhof von Kleve, der per Regionalbahn (Linksniederrheinische Strecke) stündlich aus Richtung Krefeld und Düsseldorf erreichbar ist. Vom Bahnhof aus geht man schräg rechts über den Bahnhofsplatz und dann geradeaus durch die Herzogstraße. Auf dieser überquert man den Spoykanal, der auf das frühe 15. Jahrhundert zurückgeht, und biegt anschließend nach links ab. Die Herzogstraße geht danach in die Große Straße über, die geradeaus direkt in den Ortskern von Kleve hinein führt.

Tipp: Man sollte unbedingt einige Sehenswürdigkeiten in Kleve besichtigen!

Sehenswert sind unter anderem die gotische Stiftskirche aus dem 14. Jahrhundert und die barocke Kleine Evangelische Kirche von 1621. Beide wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Der Marstall von 1467 wurde im Renaissance-Stil errichtet. Er war eines der wenigen historischen Gebäude, das im Krieg vergleichsweise unversehrt blieb. Außerdem sollte man zur Schwanenburg hinauf gehen, die auf das 10. Jahrhundert zurückgeht und im 17. Jahrhundert zu einem barocken Schloss umgebaut wurde.

Auf dieser Wanderung folgt man nicht der Großen Straße geradeaus durch den Ort, sondern biegt vorher nach rechts in die Kavarinerstraße ab. Dort stößt man auch auf die weiß-roten Markierungen des Grote Rivierenpad (Große-Flüsse-Weg), dem diese Wanderung folgt. Achtung! Da diese Zeichen oft lückenhaft sind, kann man sich zunächst auch an den Markierungen eines auf der Ecke stehenden Quadrats orientieren!

Tiergartenwald

Niederrhein: Koekkoek-Haus in Kleve - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Koekkoek-Haus in Kleve

Über die Kavarinerstraße gelangt man zum Koekkoekplatz, an dem sich links das Koekkoek-Haus befindet. Der Platz und das klassizistische Palais von 1846/47 sind nach dem niederländischen Maler Barend Cornelis Koekkoek (1803 – 1862) benannt, der das Haus bauen ließ und dort bis zu seinem Tod lebte.

Vom Koekkoekplatz aus geht man geradeaus weiter durch die Tiergartenstraße bis zur nächsten großen Straßenkreuzung. Diese überquert man und folgt anschließend nach links einem Fußweg, der oberhalb der Gruftstraße zum Tiergartenwald hinauf führt.

Nach wenigen Metern gelangt man dann zu einem kleinen Aussichtspunkt mit Bank, von dem aus man noch einmal einen Blick auf den Turm der Schwanenburg hat. Der Grote Rivierenpad macht dort eine Spitzkehre nach rechts und führt in den Wald hinein.

Niederrhein: Wanderwegzeichen im Wald vor dem Kupfernen Knopf - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderwegzeichen im Tiergartenwald

Danach folgt man den weiß-roten Markierungen (und dem auf der Ecke stehende Quadrat) weitgehend geradeaus durch den Wald. Man hat dort das Gebiet des Springenbergs erreicht, der ab Mitte des 17. Jahrhunderts Teil eines großen Landschaftsparks und barocker Gartenanlagen wurde.

Nachdem Kleve 1614 zu Brandenburg gekommen war, wurde es neben Berlin und Königsberg zur dritten brandenburgisch-preußischen Residenzstadt ausgebaut. So wurde auf dem Springenberg die künstliche Erhebung des Sternbergs geschaffen, von dem sternförmig zehn Wege ausgingen. Diese Wege waren als Blickachsen auf besondere Bauwerke der Umgebung ausgerichtet, wie die Schwanenburg in Kleve oder die Stiftskirche in Hochelten.

Kupferner Knopf

Die sternförmigen Blickachsen sind bis heute als Schneisen im Tiergartenwald erkennbar. Der Wanderweg führt nicht auf den Sternberg hinauf, sondern in einem weiten Bogen nördlich um ihn herum. Man kreuzt aber mehrere Schneisen, in denen man links die Aussichtskuppe des Sternbergs und rechts verschiedene Landmarken sehen kann.

Niederrhein: Obelisk am Kupfernen Knopf bei Kleve - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Obelisk am Kupfernen Knopf

Nachdem man rund 700 Meter durch den Wald gewandert ist, erreicht man den Aussichtspunkt Kupferner Knopf. Er hat seinen Namen, weil dort um 1760 eine hölzerne Stele aufgestellt wurde, an deren Spitze eine kupferne Kugel saß – der „kupferne Knopf“!

1856/57 wurde an derselben Stelle ein steinerner Obelisk errichtet, der von einer goldenen Kugel und einem Adler mit ausbreiteten Schwingen gekrönt wird. An dem Obelisk brachte man später eine marmorne Gedenktafel an, die an die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Soldaten aus dem Kreis Kleve erinnert.

Niederrhein: Blick vom Kupfernen Knopf auf die barocken Gartenanlagen von Kleve - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Blick vom Kupfernen Knopf auf die barocken Gartenanlagen von Kleve

Vom Aussichtspunkt hat man einen weiten Blick auf die historischen Gartenanlagen von Kleve mit dem Prinz-Moritz-Kanal, dem Tiergarten und dem Forstgarten. Dahinter blickt man bei klarer Sicht in die Niederrheinebene und zur rund achteinhalb Kilometer entfernten Stiftskirche in Hochelten auf der anderen Rheinseite.

Klever Berg

Niederrhein: Marienbildnis und Bänke beim Kupfernen Knopf - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Marienbildnis beim Kupfernen Knopf

Am Kupfernen Knopf biegt der Grote Rivierenpad nach links ab und verläuft danach sanft bergauf. Nach rund 250 Metern sieht man rechts vom Weg ein Marienbildnis an einem Baum, vor dem Bänke zum Innehalten einladen.

Nach weiteren gut 200 Metern verlässt der Wanderweg dann den Wald und durchquert auf einer kleinen Straße ein Wohngebiet. Nachdem man eine Kreisstraße überquert hat, taucht der Weg aber wieder in den Wald ein und führt den Klever Berg hinauf.

Niederrhein: Aussichtsturm auf dem Klever Berg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtsturm auf dem Klever Berg

Man passiert rechter Hand ein Wasserwerk und erreicht anschließend den Aussichtsturm auf dem Klever Berg (etwa 3 km ab Kleve, Einkehrmöglichkeit). Der Turm wurde 1892 erbaut und hat eine Höhe von 15 Metern.

Obwohl die Aussicht ziemlich zugewachsen ist, sollte man sich im angrenzenden Restaurant „Zum Turm“ den Schlüssel für den Aussichtsturm ausleihen. Von dort oben hat man nämlich zumindest nach Norden einen weiten Blick auf die Niederrheinebene, Hochelten und die längste Hängebrücke Deutschlands – die Rheinbrücke bei Emmerich.

Tipp: Ich empfehle, den Blick vom Aussichtsturm auf dem Klever Berg zu genießen.

Niederrhein: Blick vom Aussichtsturm auf dem Klever Berg auf die Niederrheinebene - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Blick auf Hochelten (links) und die Rheinbrücke Emmerich (rechts)

Nachdem man den Klever Berg überquert hat, folgt man den weiß-roten Markierungen des Grote Rivierenpad (und dem auf der Ecke stehende Quadrat) geradeaus auf der Königsallee durch ein Wohngebiet. Nach gut 200 Metern passiert man linker Hand den 126 Meter hohen Sendemast vom Sender Kleve des Westdeutschen Rundfunks. Kurz danach gelangt man an einen kleinen Kreisverkehr, an dem man geradeaus geht.

Klever Reichswald

Anschließend folgt man der Schweizer Straße weiter geradeaus durch ein Wohngebiet. Nach rund 500 Metern gelangt man dann an eine kleine Kreuzung, wo der Grote Rivierenpad nach rechts in die Straße Esperance abbiegt.

Niederrhein: Weiher am Esperance-Weg bei Kleve - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Weiher an der Esperance bei Kleve

Der Name ist das französische Wort für „Hoffnung“ oder „Zuversicht“. Die Esperance ist einer jener Wege zum Klever Reichswald, den berittene Jagdgesellschaften früher in der Hoffnung auf Jagdglück nahmen.

Man folgt der Esperance gut einen Kilometer, wobei man meist zwischen einem Wohngebiet links und Feldern rechts geht. Nach rund 250 Metern passiert man linker Hand einen kleinen Weiher.

Schließlich erreicht die Straße den Rand des Reichswaldes, in den der Wanderweg geradeaus hineinführt. Der Klever Reichswald ist mit einer Fläche von rund 51 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldgebiet am Niederrhein.

Grafsteen

Niederrhein: Rastplatz am Grafsteen im Klever Reichswald - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Rastplatz am Grafsteen im Klever Reichswald

Man folgt den weiß-roten Markierungen des Grote Rivierenpad (und dem auf der Ecke stehende Quadrat) zunächst auf schmalen Waldpfaden. Nach gut 800 Metern biegt man nach rechts in einen breiteren Waldweg ein, der schnurgerade durch den Reichswald verläuft.

Nach weiteren rund 200 Metern sieht man rechts an einer Wegkreuzung einen kleinen Rastplatz und den Grafsteen (Grabstein). Die am Boden liegende Steintafel trägt eine gereimte Inschrift in niederdeutschem Klever Platt, die übersetzt wie folgt lautet:

Niederrhein: Grafsteen im Klever Reichswald - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Grafsteen im Klever Reichswald

„Die Kuh, die ich verkauft in Kleve
das Geld dafür meins nicht lang blieb,
hier hauten mich Räuber tot.
Lest betend, ach Arme, das Gemeißelte in Stein:
was litt eine Witwe von der Schotthei(de)“

Die Erzählung über eine im Reichswald von Räubern ermordete Witwe aus dem benachbarten Ort Schottheide beruht vermutlich auf einer Legende aus der Zeit um 1800. Der Grafsteen selbst ist jedoch modern. Er wurde samt Inschrift in den späten 1970er Jahren vom Pfarrer und Heimatkundler Gerd Siebers (1917 – 1982) beauftragt.

Mottmansberg

Niederrhein: Wanderwegzeichen im Klever Reichswald - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderwegzeichen im Klever Reichswald

Anschließend folgt man dem breiten Waldweg weiter geradeaus durch den Klever Reichswald. Nach rund 1.200 Metern erreicht man einen großen Parkplatz am Waldrand (gut 7 km ab Kleve). Der Wanderweg biegt dort nach links ab und führt durch ein rotes Metalltor wieder in den Wald hinein.

Danach wandert man auf einem breiten Forstweg erneut eine längere Strecke geradeaus durch den Reichswald. Nach rund 1.700 Metern gelangt man an eine Wegkreuzung, an der eine Informationstafel auf Deutsch und Niederländisch über das angrenzende Waldnaturschutzgebiet Geldenberg informiert. Es bildet mit seinen am Niederrhein einzigartigen naturnahen Buchenwäldern den Kern des Klever Reichswaldes.

Niederrhein: Wanderweg am Mottmansberg im Klever Reichswald - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Grote Rivierenpad am „Gipfelstein“ des Mottmansbergs

Der Grote Rivierenpad biegt dort nach rechts ab und man folgt seinen weiß-roten Markierungen (und dem auf der Ecke stehende Quadrat) weiter auf einem breiten Forstweg geradeaus durch den Wald. Der Weg führt leicht bergauf und nach rund 150 Metern passiert man den „Gipfel“ des Mottmansbergs.

Auf einem Basaltstein links vom Weg ist seine Höhe mit 58 Metern angegeben. Der Pfarrer und Heimatkundler Gerd Siebers hat auf Erhebungen im Klever Reichswald mehr als dreißig solcher „Gipfelsteine“ mit den entsprechenden Höhenangaben aufstellen lassen.

Schottheide und Frasselt

Niederrhein: Wanderweg vor Schottheide - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Grote Rivierenpad vor Schottheide

Nachdem man den Mottmansberg überquert hat, verläuft der Forstweg geradeaus sanft bergab durch den Wald. Nach gut einem halben Kilometer passiert man wieder ein rotes Metalltor und dann einen Parkplatz am Waldrand (etwa 10 km ab Kleve).

Anschließend geht man an einer Baumreihe entlang über Felder. Danach erreicht man bei einer kleinen Straßenkreuzung den Rand des Kranenburger Ortsteils Schottheide (keine Einkehrmöglichkeit). Geradeaus führt eine Allee nach Schottheide hinein.

Der Grote Rivierenpad biegt dort aber nach links ab und folgt einer kleinen Asphaltstraße. Man überquert eine Brücke über die Bundesstraße 504 und erreicht dann nach rund einem Kilometer den Kranenburger Ortsteil Frasselt (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Niederrhein: Wanderweg am Ortsrand von Frasselt - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Ortsrand von Frasselt

Nachdem man rechter Hand die Gaststätte und Reithalle des Reitervereins Kranenburg passiert hat, stößt man auf die Gocher Straße, die rechts nach Frasselt hinein führt. Dort gelangt man nach knapp einem Kilometer zum Gasthaus am Reichswald. Bitte informieren sie sich aber vorab über die Öffnungszeiten!

Tipp: Wer dort einkehren möchte, folgt einfach der Straße nach Frasselt hinein!

Beginenberg

Niederrhein: Gipfelstein des Beginenbergs bei Frasselt - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

„Gipfelstein“ des Beginenbergs bei Frasselt

Ansonsten geht man geradeaus über einen Parkplatz und durch ein rotes Metalltor wieder in den Wald hinein. Nach rund 100 Metern biegt der Grote Rivierenpad mit seinen weiß-roten Markierungen nach rechts ab. Achtung! Das auf der Ecke stehende Quadrat verlässt uns dort, aber man kann sich nun auch an den Markierungen eines X mit einer 7 orientieren!

Nach rund 650 Metern biegt der Wanderweg an einer Kreuzung nach links in einen asphaltierten Forstweg ein. Es folgt ein sanfter Anstieg und nach rund 200 Metern kommt man an eine Wegkreuzung, an der sich der „Gipfel“ des Beginenbergs befindet. Auf dem „Gipfelstein“ aus Basalt westlich der Kreuzung ist seine Höhe mit 76 Metern angegeben.

Niederrhein: Blick auf Frasselt - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Frasselt

An der Kreuzung am Beginenberg biegt man nach rechts in einen unbefestigten Waldweg ein. Anschließend folgt man weiter den weiß-roten Markierungen des Grote Rivierenpad (und dem X7) durch den Wald. Man passiert erneut ein rotes Metalltor und wandert dann immer knapp am Waldrand entlang. Rechts außerhalb des Waldes blickt man über Felder und Wiesen hinweg auf Frasselt.

Nach rund einem Kilometer erreicht man einige Wohnhäuser und eine kleine asphaltierte Straße. Dieser folgt man nach rechts, biegt aber kurz danach bei einem Transformatorenturm aus Backstein wieder nach links ab.

Heilig-Kreuz-Stock

Dort stößt man rechts vom Weg unter einer freistehenden alten Eiche auf eine steinerne Stele – den Heilig-Kreuz-Stock (etwa 14 km ab Kleve). Die Basaltstele wurde dort 2002 errichtet, um an eine mittelalterliche Legende zu erinnern.

Niederrhein: Heilig-Kreuz-Stock bei Kranenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Heilig-Kreuz-Stock bei Kranenburg

Demnach soll dort im Jahr 1280 ein Hirte eine bereits gesegnete Hostie in einer Baumhöhle versteckt haben. Als die Eiche 1308 gefällt wurde, soll aus dem Baum eine hölzerne Figur des gekreuzigten Christus herausgefallen sein.

Diese Holzfigur wurde in der Kirche von Kranenburg aufgestellt und zog in den folgenden Jahrzehnten immer mehr Pilger an. Die Kranenburger Wallfahrten waren so beliebt, dass die alte Kirche Anfang des 15. Jahrhunderts durch die große Sankt-Peter-und-Paul-Kirche ersetzt wurde. Ein durch die Stele gebohrtes Loch ist auf die Kirche von Kranenburg ausgerichtet, das man von dort aus schon sehen kann.

Anschließend folgt man den weiß-roten Markierungen des Grote Rivierenpad (und dem X7) wieder in den Wald hinein. Zwischen den Bäumen kann man stellenweise noch die Reste von Laufgräben und Stellungen sehe, die dort im Ersten und Zweiten Weltkrieg angelegt wurden. Im Februar 1945 fand in der Region die Schlacht im Reichswald statt, bei der tausende deutsche, britische und kanadische Soldaten starben.

Niederrhein: Blick auf Kranenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Blick auf Kranenburg

Nach gut einem halben Kilometer streift der Weg den Waldrand und man hat dort nach rechts einen weiten Blick auf die Niederrheinebene und Kranenburg. Kurz danach macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach rechts und führt dann aus dem Wald hinaus.

Kranenburg

Niederrhein: Felder bei Kranenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Felder bei Kranenburg

Anschließend geht man rund 200 Meter durch Felder und gelangt zu einer kleinen Straßenkreuzung, an der man sich nach rechts wendet. Man folgt rund 250 Meter einer kleinen Straße durch Felder und biegt dann nach links in einen unbefestigten Weg ein. Danach folgt man dem Feldweg durch Felder und Weiden ein längeres Stück geradeaus.

Nach rund einem Kilometer erreicht man dann den Ortsrand von Kranenburg (gut 16 km ab Kleve, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Der Grote Rivierenpad führt zuerst auf einer schmalen asphaltierten Straße links um ein Wohngebiet herum. Bald danach gelangt man zu einer breiteren Straße, die man überquert und dann nach links zum alten Bahnhof von Kranenburg folgt.

Niederrhein: Stadtmauer mit Mühlenturm in Kranenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Stadtmauer mit Mühlenturm in Kranenburg

Dort halten keine Züge mehr, aber man kann Draisinenfahrten von und nach Kleve bzw. dem niederländischen Groesbeek machen.

Man geht rechts am Bahnhofsgebäude vorbei, überquert den Vorplatz und folgt dann rechts der Bahnhofstraße. Auf dieser geht man geradeaus, bis man nach rund 150 Metern die historische Stadtmauer aus dem späten 14. Jahrhundert mit dem Mühlenturm erreicht. Der Turm war Teil der Stadtbefestigung, diente aber zugleich bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Windmühle.

Tipp: Man sollte unbedingt noch einen Bummel durch Kranenburg machen!

Anschließend geht man am Mühlenturm vorbei auf der Mühlenstraße geradeaus in den Ortskern von Kranenburg. Dort sollte man sich unter anderem die spätbarocke Evangelische Kirche von 1723 und die spätgotische Sankt-Peter-und-Paul-Kirche aus dem frühen 15. Jahrhundert ansehen.

Zum Abschluss folgt man der Mühlenstraße durch den Ortskern bis zur Großen Straße und geht auf dieser nach rechts bis zum Rathaus von Kranenburg. Dort stößt man auch auf eine Bushaltestelle, an der diese Wanderung endet (etwa 18 km ab Kleve). Von dort aus kann man stündlich mit dem Bus zurück zum Bahnhof von Kleve fahren und dann weiter mit der Regionalbahn (Linksniederrheinische Strecke) in Richtung Krefeld und Düsseldorf.

Niederrhein: Blick auf Kranenburg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Niederrhein: Blick auf Kranenburg