Taunus: Rundweg zu den Burgen Kronberg, Falkenstein und Königstein

Auf dem 3-Burgen-Weg zum Kocherfels, Dettweiler-Tempel und Hildablick

Taunus: Blick von der Burg auf Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Blick von der Burg auf Kronberg

Markierungen des 3-Burgen-Wegs im TaunusDiese Wanderung führt auf dem 3-Burgen-Weg von Kronberg über Falkenstein nach Königstein und zu deren drei Burgen (etwa 9 oder 13 km). Hauptattraktionen der Rund-Wanderung sind neben den Burgen verschiedene Aussichtspunkte wie Kocherfels und Hildablick. Vor allem die kürzere Variante ist auch für Kinder geeignet, für die besonders die Burgen interessant sind. (Falls Sie die Wanderung mit Kindern machen möchten, können Ihnen meine grundsätzlichen Empfehlungen zum Wandern mit Kindern nützlich sein.) Es handelt sich um einen der Rundwege am Schinderhannespfad im Taunus, die das Hinterland dieses Fernwanderwegs erschließen.

Sie möchten rasch einen Eindruck bekommen, was Sie auf dieser Wanderung erwartet? Hier einige Video-Impressionen vom 3-Burgen-Weg bei Kronberg…

Kronberg

Taunus: Schillerweiher im Victoriapark in Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Schillerweiher im Victoriapark in Kronberg

Die Wanderung beginnt am Bahnhof von Kronberg im Vordertaunus, der per S-Bahn (Kronberger Bahn) halbstündlich aus Richtung Frankfurt am Main erreichbar ist. Von dort folgt man der Bahnhofstraße leicht bergauf bis zum Victoriapark, an dem man der Bleichstraße nach links folgt.

Der Park ist nach der kurzzeitigen deutschen Kaiserin Victoria (1840 – 1901) benannt. Sie war die Ehefrau von Friedrich III. (1831 – 1888), der in seinem Todesjahr für 99 Tage deutscher Kaiser war. Nach seinem Tod ließ sich die Kaiserwitwe im Schloss Friedrichshof in Kronberg nieder. Die Parkanlage ist mehr als sechs Hektar groß und steht unter Denkmalschutz.

Kurz nach dem Victoriapark trifft die Bleichstraße auf die Frankfurter Straße, in die man nach rechts einbiegt. Anschließend geht man geradeaus und durch die Friedrich-Ebert-Straße in die Kronberger Altstadt hinein.

Taunus: Stadtkirche Sankt Johann in Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Stadtkirche Sankt Johann in Kronberg

Dort sollte man unter anderem die prächtigen Fachwerkhäuser beachten. So sieht man am Schirnplatz links das Kilb’sches Haus und direkt nach der Stadtkirche rechts das Haus „Alte Drei Ritter“, die beide aus dem 16. Jahrhundert stammen. Die Figuren der Ritter sind in die drei Holzkonsolen eingeschnitzt, die den markanten Eckerker stützen. Die gotische Stadtkirche Sankt Johann stammt aus der Zeit um 1440.

Burg Kronberg

Spätestens beim Haus „Alte Drei Ritter“ trifft man dann auch auf den 3-Burgen-Weg und seine Markierungen mit dem schwarz-weißen Burg-Zeichen. Achtung! Der Rundweg ist in beide Richtungen ausgeschildert! Diese Wanderung folgt den Markierungen von dort geradeaus durch der Friedrich-Ebert-Straße (nicht nach links in die Eichenstraße).

Taunus: Eingang von Burg Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eingang von Burg Kronberg

Die erste Straße rechts nach dem Haus „Alte Drei Ritter“ ist die Obere Höllgasse, über die man zur Burg Kronberg gelangt.

Tipp: Ich empfehle, Burg Kronberg zu besichtigen!

Die Burg besteht aus der mittelalterlichen Oberburg, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, und einer frühneuzeitlichen Mittelburg, die aus der Zeit um 1500 stammt und eher Schloss- oder Residenzcharakter hat. Bis ins 19. Jahrhundert verfiel die Burg immer mehr, aber Kaiserin Victoria ließ die Anlage restaurieren. Burg Kronberg kann gegen ein Eintrittsentgeld besichtigt werden.

Anschließend kehrt man über die Obere Höllgasse wieder zum 3-Burgen-Weg zurück und folgt diesem nach rechts aus der Kronberger Altstadt hinaus. Nach 200 Metern biegt man dann nach rechts in einen schmalen Fußweg ein. Danach folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs auf dem Burgenweg und dem Freseniusweg durch ein ruhiges Wohngebiet.

Viktoria-Tempel und Bürgelplatte

Schließlich gelangt man auf die Viktoriastraße (die in deutscher Schreibweise ebenfalls nach Kaiserin Victoria benannt ist) und folgt ihr nach links. Man wandert dort auch am Park von Schloss Friedrichshof entlang, das heute ein Hotel mit Golfplatz ist. Nach gut 500 Metern geht man auf der Viktoriastraße durch eine Unterführung unter der Bundesstraße 455 hindurch.

Taunus: Viktoriatempel im Bürgelwald bei Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Viktoria-Tempel bei Kronberg

Nachdem man ein kleines Wohngebiet durchquert hat, führt der Wanderweg bergauf in den Wald hinein. Man passiert ein Wasserwerk und biegt kurz danach nach rechts ab. Anschließend macht der Weg eine weite Linkskurve und führt an mehreren Felsen des Bürgelplattenmassivs vorbei.

Kurz danach erreicht man den Viktoria-Tempel, der ebenfalls nach Kaiserin Victoria benannt ist. Der Aussichtpunkt mit einem kleinen Pavillon ist weitgehend zugewachsen, aber man hat von dort noch einmal einen schönen Blick auf Burg Kronberg.

Vom Viktoria-Tempel folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs auf einem schmalen Waldpfad weiter bergauf. Nach rund 300 Metern erreicht man dann jene Felsengruppe, die den Gipfel der 446 Meter hohen Bürgelplatte ausmacht (etwa 3 km ab Kronberg).

Taunus: Gipfel der Bürgelplatte bei Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Gipfel der Bürgelplatte bei Kronberg

Zum höchsten Punkt der Anhöhe führen einige Treppenstufen hinauf. Der frühere Aussichtpunkt auf der Bürgelplatte ist allerdings vollständig zugewachsen. Der Begriff Bürgel bedeutet „kleine Burg“ und wird auf die dort noch sichtbaren Reste einer vermutlich spätantiken oder frühmittelalterlichen Fliehburg zurückgeführt.

Antoniuskapelle

Taunus: Überreste der Antoniuskapelle an der Bürgelplatte - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Überreste der Antoniuskapelle

Von der Bürgelplatte wandert man weiter geradeaus durch den Wald. Nach rund 200 Metern gelangt man zu den Überresten der Antoniuskapelle.

Die 1339 gestiftete Kapelle war im 14. und 15. Jahrhundert ein Ziel für Pilger. Nach der Reformation wurde die Kapelle jedoch aufgegeben und verfiel. Heute sind dort nur noch die restaurierten Grundmauern zu sehen.

Taunus: Jüdischer Friedhof von Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Jüdischer Friedhof von Kronberg

Gegenüber von der Antoniuskapelle liegt der alte Jüdische Friedhof von Kronberg. Der Friedhof wurde 1708 angelegt und bis 1926 genutzt. Unter den Nationalsozialisten wurde der größte Teil eingeebnet und aufgeforstet. Jetzt sind dort nur noch zwei Gräberreihen mit insgesamt 41 Grabsteinen erhalten.

Anschließend folgt man dem Wanderweg weiter durch den Wald. Nach rund 300 Meter erreicht man dann eine größere Wegkreuzung, wo der 3-Burgen-Weg in einer Spitzkehre nach links abbiegt. Danach wandert man auf einem breiten Forstweg immer geradeaus, bis man nach rund 600 Metern den Ortsrand und den Friedhof des Königsteiner Ortsteils Falkenstein erreicht.

Dort geht man geradeaus weiter bis zur Friedhofskapelle, hinter welcher der 3-Burgen-Weg nach links abbiegt. Anschließend folgt man dem Servitutsweg zwischen dem Ortsrand rechts und dem Jüdischen Friedhof von Falkenstein links. Der Friedhof wurde von 1809 bis 1971 genutzt, es sind noch 89 Grabsteine erhalten.

Kocherfels

Nach rund 100 Meter verlässt der Wanderweg den Servitutsweg wieder und biegt nach links in den Wald ein. Man wandert auf einem schmalen Waldpfad bergauf und passiert kurz danach die ersten Felsen des Kocherfelsmassivs.

Taunus: Aussichtspunkt Kocherfels bei Falkenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Aussichtspunkt Kocherfels mit Blick auf Burgruine Falkenstein

Nach rund 300 Metern erreicht man dann den Aussichtspunkt Kocherfels, der leider ziemlich zugewachsen ist. Trotzdem hat man von dort einen schönen Ausblick zur gegenüberliegenden Burgruine Falkenstein, die ein Zwischenziel dieser Wanderung ist.

Anschließend folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs an weiteren Felsen vorbei und dann auf einem Waldweg bergab.

Falkenstein

Taunus: Martin-Luther-Kirche in Falkenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Martin-Luther-Kirche in Falkenstein

Nach gut einem halben Kilometer erreicht man bei der neuromanischen Martin-Luther-Kirche von 1914 erneut den Ortsrand von Falkenstein (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Man geht geradeaus an einem früheren Offizierserholungsheim links und dessen ehemaligen Wirtschaftshof rechts entlang. Während das Offiziersheim von 1909 heute ein Luxushotel ist, befindet sich jetzt im Wirtschaftshof eine Klinik.

Kurz danach stößt man auf die Hauptstraße von Falkenstein. Wer Lust hat, kann dort noch rund 200 Meter nach links bergab in den Ortskern gehen, wo mehrere Fachwerkhäuser wie das Alte Rathaus aus der Zeit um 1650 sehenswert sind.

Taunus: Christkönigkirche in Falkenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Christkönigkirche in Falkenstein

Diese Wanderung folgt aber der Hauptstraße nach rechts bergauf. Nach knapp 100 Metern gelangt man zu einer kleinen Kreuzung und einem Ehrenmal für die Opfer der beiden Weltkriege.

Dort biegt der 3-Burgen-Weg nach links ab und direkt danach vor der Christkönigkirche erneut nach links. In die moderne Kirche aus den 1950er Jahren wurde der barocke Glockenturm des Vorgängerbaus aus den 1720er Jahren einbezogen.

Burgruine Falkenstein

Taunus: Eingang von Burgruine Falkenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eingang von Burgruine Falkenstein

Anschließend führt der Wanderweg in den Wald hinein und zur Burgruine Falkenstein hinauf.

Nach rund 300 Metern und einem kurzen Anstieg sieht man links das Eingangstor (etwa 6 km ab Kronberg). Die Burganlage kann gegen einen Eintrittspreis besichtigt werden!

Tipp: Ein Besuch der Burgruine Falkenstein lohnt sich schon allein wegen des herrlichen Ausblicks!

Taunus: Bergfried von Burgruine Falkenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Bergfried von Burgruine Falkenstein

Die Burg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts vom Adelsgeschlecht der Falkensteiner, die ihren Hauptsitz auf Burg Falkenstein in der Pfalz hatten, als Burg Neu-Falkenstein erbaut. Nach zahlreichen Besitzerwechseln verfiel die Burg ab dem 17. Jahrhundert und wurde dann als Steinbruch genutzt.

Von der Anlage sind noch Teile der Ringmauer, einige Gebäudereste und vor allem der 18 Meter hohe Bergfried erhalten.

Von dort aus hat man einen weiten Blick über den Vordertaunus und die Rhein-Main-Ebene. So hat man bei klarer Sicht einen schönen Ausblick auf Kronberg mit der Burg und auf die Skyline von Frankfurt am Main.

Taunus: Blick von Burgruine Falkenstein auf Kronberg und Frankfurt - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Blick von Burgruine Falkenstein auf Kronberg und Frankfurt am Main

Nachdem man die Burgruine Falkenstein besichtigt hat, folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs weiter durch den Wald.

Taunus: Überreste von Burg Nürings - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Überreste von Burg Nürings

Kurz danach zweigt nach links ein schmaler Treppenweg ab zu den Überresten der Burg Nürings (auch Norings genannt). Von der kleinen Turmburg ist allerdings nur noch das Geviert der Grundmauern erhalten.

Die salische Turmburg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und vermutlich nach dem Bau von Burg Falkenstein im 14. Jahrhundert aufgegeben. Der Name geht möglicherweise auf das althochdeutsche Wort „nor“ für „Fels“ zurück.

Dettweiler-Tempel und Hildablick

Taunus: Dettweiler-Tempel auf der Teufelskanzel - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Dettweiler-Tempel

Anschließend sind es nur noch wenige Meter bis zum Aussichtpunkt Dettweiler-Tempel. Der kleine Pavillon wurde dort 1896 zu Ehren des Arztes Peter Dettweiler (1837 – 1904) auf einem Felsvorsprung (der Teufelskanzel oder Huchlay) errichtet.

Auch von dort aus hat man einen weiten Blick auf den Vordertaunus mit Kronberg und die Rhein-Main-Ebene mit Frankfurt.

Nach dem Dettweiler-Tempel verläuft der Wanderweg weiter durch den Wald und führt wieder langsam bergab. Nach rund 500 Metern erreicht man dann den Aussichtspunkt Hildablick. Er ist nach Prinzessin Hilda von Nassau (1864 – 1952) benannt, die eine Tochter des letzten Herzogs von Nassau, Adolph (1817 – 1905), war.

Vom Hildablick hat man eine herrliche Aussicht auf die Burgruine und den Ort Königstein.

Taunus: Hildablick auf Königstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Hildablick auf Königstein

Links von dem Aussichtpunkt führt ein schmaler Treppenweg bergab, dem man folgt. Nach gut 100 Metern gelangt man dann an eine Wegkreuzung, an der man rechts abbiegt. Kurz danach gelangt man zum modernen Kurbad Königstein am Ortsrand der Stadt.

Taunus: 3-Burgen-Weg am Kurbad Königstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

3-Burgen-Weg am Kurbad Königstein

Das blau und orange gehaltene Betongebäude aus den 1970er Jahren wurde im Stil des Brutalismus erbaut. Nachdem zwischenzeitlich sein Abriss erwogen wurde, steht es heute unter Denkmalschutz.

Anschließend geht man auf einem gewundenen Weg um das Kurbad herum und gelangt zu einer großen Straßenkreuzung. Dort überquert man die Bundesstraße 8 und folgt dann den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs nach rechts in einen Fußweg und über einen Parkplatz.

Königstein

Taunus: Blick von der Burg auf Königstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick von der Burg auf Königstein

Danach wandert man auf der Georg-Pingler-Straße nach Königstein hinein (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Nachdem man die links liegende Konrad-Adenauer-Anlage passiert hat, trifft man nach gut 300 Metern beim Busbahnhof auf die Hauptstraße von Königstein.

Der 3-Burgen-Weg biegt dort nach links ab. Ich empfehle aber, vorher noch nach rechts in die Altstadt und zur Burgruine von Königstein zu gehen.

Auf dem Weg zur Burgruine sollte man einen Abstecher nach links in den Kurpark machen, wo auch das Kurhaus ist. Es wurde 1860 als Villa der Frankfurter Bankiersfamilie Borgnis im Schwarzwald-Stil errichtet, später erweitert und dann ab 1927 als Kurhaus genutzt.

Auf der anderen Seite des Parks befindet sich das Luxemburger Schloss. Das Gebäude war ursprünglich ein barockes Amthaus aus dem späten 17. Jahrhundert. In den 1870er Jahren wurde es im Auftrag von Herzog Adolph von Nassau (seit 1890 Großherzog von Luxemburg) in historisierendem Stil zu einem Schlösschen umgebaut.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Königstein sind der Torbau des Alten Rathauses und die Sankt-Marien-Kirche. Beide gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, erhielten ihr heutiges Aussehen aber im 17. und 18. Jahrhundert. Ebenfalls sehenswert ist die neugotische Immanuelkirche von 1887/88, die als Hofkirche des Hauses Nassau diente.

Burgruine Königstein

Taunus: Blick auf Burgruine Königstein von Nordosten - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Burgruine Königstein von Nordosten

Wenn man von der Immanuelkirche der Hinteren Schlossgasse weiter bergauf folgt, gelangt man zur Burgruine Königstein (etwa 8 km ab Kronberg).

Die Burg geht auf das 11. Jahrhundert zurück, wurde im 16. Jahrhundert zu einem Renaissanceschloss umgebaut und im 17. Jahrhundert zu einer barocken Festung. Nachdem Festung und Stadt 1793 weitgehend zerstört wurden, diente die Burganlage jahrzehntelang als Steinbruch zum Wiederaufbau der Stadt.

Tipp: Man sollte die Burgruine Königstein unbedingt besuchen!

Von der Anlage sind vor allem die äußeren Festungsmauern mit Bastionen, Gebäudereste der Kernburg und der 35 Meter hohe Bergfried erhalten. Die Burgruine Königstein kann gegen ein Eintrittsentgeld besichtigt werden.

Anschließend kehrt man zur Hauptstraße von Königstein und dem Busbahnhof zurück. Wer nicht zu Fuß nach Kronberg zurückkehren und diese Rund-Wanderung schon in Königstein beenden möchte, kann vom Busbahnhof aus mit dem Bus halbstündlich nach Kronberg zurückfahren. Man kann aber auch von der Hauptstraße rechts über die Wiesbadener Straße und die Bahnstraße rund 500 Meter bis zum Bahnhof von Königstein gehen (etwa 9 km ab Kronberg). Von dort aus fährt die Regionalbahn (Königsteiner Bahn) halbstündlich in Richtung Frankfurt am Main.

Opel-Zoo

Diese Wanderung folgt aber weiter geradeaus der Hauptstraße und danach der Frankfurter Straße. Nach rund einem halben Kilometer erreicht man dann einen großen Kreisverkehr.

Taunus: Kreisverkehr Königstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Kreisverkehr Königstein

Dieser „Königsteiner Kreisel“ wurde 1958 eröffnet. In seiner Mitte befindet sich ein von Flaggenmasten gesäumter Springbrunnen.

Der 3-Burgen-Weg führt um den Kreisverkehr gegen den Uhrzeigersinn herum und kreuzt dabei an Fußgängerampeln zwei der mehrspurigen Ausfahrten. Erst an der dritten Ausfahrt (der Bundesstraße B 455 Richtung Opel-Zoo und Oberursel) verlässt der Wanderweg den Kreisverkehr wieder.

Anschließend folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs rund 300 Meter an der Bundesstraße entlang. Danach biegt man etwas unvermittel nach rechts in einen unauffälligen, schmalen Weg ein.

Taunus: 3-Burgen-Weg am Opel-Zoo - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

3-Burgen-Weg am Opel-Zoo

Auf ihm gelangt man dann nach weiteren rund 300 Metern zum Parkplatz am Opel-Zoo (etwa 10 km ab Kronberg).

Der rund 27 Hektar große Zoologische Garten wurde 1955/56 vom Automobilunternehmenr Georg von Opel (1912 – 1972) gegründet. Der Zoo beheimatet etwa 1.700 Tiere aus rund 200 Arten, darunter auch afrikanische Elefanten und Giraffen. Der Opel-Zoo kostet Eintritt, aber man kann auch vom Wanderweg in einige Gehege sehen.

Tipp: Ein Besuch im Opel-Zoo lohnt sich, aber man sollte dafür ausreichend Zeit einplanen!

Taunus: Blick über das Rentbachtal in die Rhein-Main-Ebene - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick über das Rentbachtal in die Rhein-Main-Ebene

Man folgt dem asphaltierten Weg immer am Gelände des Opel-Zoos entlang, das linker Hand liegt. Der Wanderweg führt allmählich bergab in das Tal des Rentbachs hinein. Nach rund 700 Metern macht der 3-Burgen-Weg eine Spitzkehre nach links und umrundet dann in einer weiten Rechtskurve ein Wasserrückhaltebecken.

Anschließend verläuft der Weg weitgehend eben am Hang entlang, während das Rentbachtal rechts immer tiefer abfällt. Auf diesem Wegabschnitt hat man einen weiten Blick über das Tal hinweg in die Rhein-Main-Ebene.

Kronberg

Taunus: Eichentor in Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eichentor in Kronberg

Nach knapp einem Kilometer erreicht man dann wieder den Ortsrand von Kronberg (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Dort folgt man den schwarz-weißen Markierungen des 3-Burgen-Wegs nach rechts in die Eichenstraße.

Kurz danach durchwandert man das gotische Eichentor aus dem 14. Jahrhundert. Es ist das einzige erhaltene mittelalterliche Stadttor von Kronberg. Anschließend passiert man entlang der Eichenstraße eine ganze Reihe schöner Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten.

Die Eichenstraße endet schließlich wieder an der Friedrich-Ebert-Straße beim Haus „Alte Drei Ritter“ und der Stadtkirche Sankt Johann im Ortskern von Kronberg.

Taunus: Schillerweiher im Victoriapark in Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Schillerweiher im Victoriapark

Dort wendet man sich nach rechts und folgt wie auf dem Hinweg der Friedrich-Ebert-Straße vorbei am Schirnplatz mit dem Kilb’schen Haus geradeaus bis in die Frankfurter Straße. Kurz danach biegt man nach links in die Bleichstraße ein und gelangt wieder zum Victoriapark.

Anschließend sind es über die Bahnhofstraße nur noch wenige Meter hinab bis zum Bahnhof von Kronberg, wo diese Wanderung endet (etwa 13 km). Von dort aus kann man per S-Bahn (Kronberger Bahn) halbstündlich in Richtung Frankfurt am Main fahren.

Taunus: Blick von der Burg auf Kronberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Taunus: Blick von der Burg auf Kronberg