Mittelrhein: Rundweg zum Fünf-Seen-Blick-Turm bei Bad Salzig

Auf der Traumschleife Fünf-Seen-Blick zum gleichnamigen Aussichtsturm

Mittelrhein: Blick auf Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Blick auf Bad Salzig

Markierungen der Traumschleife Fünf-Seen-BlickDiese Wanderung führt auf der Traumschleife Fünf-Seen-Blick von Bad Salzig über die Ziehlay und durch das Weilerbachtal zum Fünf-Seen-Blick-Turm (etwa 12 km). Es handelt sich um einen der Rundwege am Rheinburgenweg, die das Hinterland dieses Fernwanderwegs erschließen.

Bad Salzig

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof von Bad Salzig, einem Ortsteil von Boppard, der per Regionalbahn (Mittelrheinbahn) stündlich aus den Richtungen Bingen und Koblenz erreichbar ist. Von dort aus kann man dem weiß-rot-markierten Zuweg des Rheinburgenwegs zum Kurpark von Bad Salzig folgen, wo man auf die lilafarbenen Markierungen der Traumschleife Fünf-Seen-Blick trifft.

Mittelrhein: Sankt-Aegidius-Kirche in Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Aegidius-Kirche in Bad Salzig

Ich empfehle jedoch, vom Bahnhof aus nach rechts in die Binger Straße und dann nach links in die Pfarrer-Nick-Straße und den Weilerer Weg zu gehen. Dort kommt man an der Sankt-Aegidius-Kirche von 1901 vorbei. Es lohnt sich, das Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Friedhof mit Grabsteinen aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen.

Anschließend folgt man einfach weiter dem Weilerer Weg bergauf, bis man an dessen Ende am Rand des Kurparks auf die Traumschleife Fünf-Seen-Blick stößt.

Köppchen

Mittelrhein: Köppchenblick auf Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Köppchenblick auf Bad Salzig

Ich empfehle, den Rundwanderweg im Uhrzeigersinn zu laufen, sodass man den lilafarbenen Markierungen der Traumschleife dort nach links in Richtung Köppchen und Ziehlay folgen sollte. Auf den folgenden fast vier Kilometern verläuft die Traumschleife auf derselben Strecke wie der Rheinburgenweg.

Der Weg führt zuerst an einem Sportplatz vorbei und dann in ein Wäldchen hinein. Anschließend wandert man auf einem Waldpfad bergauf und kommt bald zu zwei Aussichtspunkten namens Köppchen. Auf dem folgenden Wegabschnitt an der Hangkante entlang passiert man außerdem noch mehrere weitere Aussichtspunkte. Von dort aus hat man nicht nur einen schönen Ausblick auf Bad Salzig, sondern immer wieder auch auf Kamp-Bornhofen sowie die Burgen Sterrenberg und Liebenstein (auch „feindliche Brüder“ genannt) auf der gegenüberliegenden, rechten Rheinseite.

Ziehlay mit betender Nonne

Der Wanderweg erreicht danach an der Straße „Im Rosenacker“ ein erstes Mal den Rand des Bopparder Ortsteils Weiler. Dort biegt die Traumschleife (und der Rheinburgenweg) nach links ab und führt in einem großen Bogen über offenes Gelände weiter an der Hangkante entlang. Man kommt am Haus Rheinberg vorbei und erreicht schließlich den Aussichtspunkt Ziehlay (etwa 3 km ab Bad Salzig).

Mittelrhein: Betende Nonne - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Aussichtspunkt Ziehlay mit betender Nonne

Dort befindet sich auch die Holzfigur einer betenden Nonne. Die Figur erinnert an einen Felsen, dessen Form einer knieende Frau ähnelte und der gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. Dieser Felsen wiederum war laut einer Legende entstanden, als im Dreißigjährigen Krieg eine Nonne auf der Flucht vor mordenden Soldaten hier versteinerte.

Weiler

Mittelrhein: Sankt-Peter-Kirche in Weiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Peter-Kirche in Weiler

Vom Aussichtspunkt Ziehlay aus wendet sich der Wanderweg wieder dem Ortsrand von Weiler zu (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Ich empfehle, diesmal auf der Straße „Zur Peterskirche“ rund 200 Meter in den Ort hineinzugehen. Dort sollte man nämlich noch unbedingt die interessante Sankt-Peter-Kirche aus dem 13. Jahrhundert besichtigen.

Anschließend kehrt man auf demselben Weg wieder zum Ortsrand zurück und folgt weiter der Traumschleife Fünf-Seen-Blick (und dem Rheinburgenweg).

Mittelrhein: Feuersteinkreuz bei Weiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Feuersteinkreuz

Man wandert auf einem breiten Forstweg durch Wald in das Weilerbachtal hinab. Auf diesem Wegabschnitt findet man rechts am Hang das Feuersteinkreuz – ein Kreuz aus hellen Quarzsteinen, das in eine Bruchsteinmauer aus dunklem Schiefer eingelassen ist. Es soll vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen und an einen hier verunglückten Reiter erinnern.

Anschließend erreicht der Wanderweg den Talgrund des Weilerbachtals, kreuzt den Bach und folgt ihm bergauf. Ein kurzes Stück danach zweigt der Rheinburgenweg nach links ab und führt den Hang hinauf. Die Traumschleife Fünf-Seen-Blick folgt dort aber weiter dem Bachlauf aufwärts.

Rheingoldblick

Nach rund 700 Metern biegt der Wanderweg nach rechts ab und führt dann auf einem steilen Waldpfad den Hang hinauf. Man wandert zuerst durch Wald, danach durch Wiesen und Felder, bis man eine Landstraße erreicht. Vorsicht, dort wird schnell gefahren! Achten Sie beim Überqueren der Straße unbedingt auf den Verkehr! Anschließend führt der Wanderweg weiter durch Wald bergauf, bis man erneut offenes Gelände erreicht.

Mittelrhein: Rheingoldblick bei Fleckertshöhe - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Rheingoldblick bei Fleckertshöhe

Man überquert eine Wiese und biegt dann rund 200 Meter vor den ersten Häusern des Bopparder Ortsteils Fleckertshöhe (keine Einkehrmöglichkeit) nach rechts ab. Danach erreicht am Waldrand einen kleinen Rastplatz mit dem Aussichtspunkt Rheingoldblick (etwa 7 km ab Bad Salzig). Von dort aus hat man bei klarem Wetter einen schönen Fernblick ins Rheintal und zu den Taunushöhen.

Fünf-Seen-Blick-Turm

Mittelrhein: Aussichtsturm Fünf-Seen-Blick - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtsturm Fünf-Seen-Blick

Vom Rheingoldblick ist es nicht mehr weit bis zum eigentlichen Ziel dieser Wanderung, dem Fünf-Seen-Blick. Man folgt den lilafarbenen Markierungen der Traumschleife in den Wald hinein und dann weitgehend geradeaus einen Höhenrücken entlang.

Nach knapp einem Kilometer gelangt man zum Aussichtsturm Fünf-Seen-Blick (etwa 8 km ab Bad Salzig, keine Einkehrmöglichkeit). Am Fuß des Turms hat meine keine gute Aussicht, aber der Aufstieg auf den Turm lohnt sich: Von dort oben aus hat man einen weiten Blick in das Rheintal bei Boppard und Bad Salzig. Auf der anderen, gegenüber liegenden Rheinseite kann man Kamp-Bornhofen sowie die Burgen Sterrenberg und Liebenstein sehen (auch „feindliche Brüder“ genannt).

Mittelrhein: Fünf-Seen-Blick vom Aussichtsturm auf Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Fünf-Seen-Blick auf Bad Salzig

Vom Aussichtsturm aus kann man beim Blick zum Rhein tatsächlich den Eindruck haben, dass dort fünf Seen liegen, da große Teile der Flusslaufs immer wieder durch Anhöhen verdeckt werden.

Hochlei

Anschließend folgt man vom Aussichtsturm weiter der Traumschleife, die nun wieder bergab zurück nach Bad Salzig führt. Nur wenige Meter unterhalb des Turms muss man in einer Kurve eine Landstraße überqueren. Vorsicht! Achten Sie beim Überqueren der Straße unbedingt auf den Verkehr!

Mittelrhein: Blick auf die Burgen Sterrenberg und Liebenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf die Burgen Sterrenberg und Liebenstein

An der Straße befindet sich der Aussichtspunkt Hochlei von dem aus man erneut einen schönen Ausblick ins Rheintal hat. Dort und an mehreren folgenden Aussichtspunkten, an denen man beim weiteren Abstieg vorbei kommt, kann man auch wieder sehr gut die die Burgen Sterrenberg und Liebenstein sehen.

Vom Aussichtspunkt Hochlei aus führt der Wanderweg auf einem Serpentienenweg durch den Wald bergab. Knapp zwei Kilometer nach dem Aussichtsturm Fünf-Seen-Blick muss man erneut eine Landstraße überqueren. Bitte seien Sie auch dort vorsichtig!

Bad Salzig

Mittelrhein: Hoffmann-Büste in Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Denkmal für Theodor Hoffmann

Anschließend erreicht man dann wieder den Kurpark von Bad Salzig (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten), den man in voller Länge durchquert. Im Park kommt man am Denkmal für Theodor Hoffmann vorbei, der eigentlich Theodor von Baginski hieß. Er erschloss ab 1899 die Thermalquellen von Salzig und wird als Gründer des Kurbades geehrt.

Vom Kurpark aus folgt man am besten der Salzbornstraße in den Ort hinein, bis man wieder zu Sankt-Aegidius-Kirche gelangt. Danach aus geht man den bekannten Weg zum Bahnhof von Bad Salzig, wo diese Wanderung endet (etwa 12 km). Von dort aus kann man per Regionalbahn (Mittelrheinbahn) stündlich in Richtung Koblenz oder Bingen fahren.

Mittelrhein: Köppchenblick auf Bad Salzig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Köppchenblick auf Bad Salzig