Pfälzer Waldpfad 3: Von Dahn nach Hauenstein

Auf dem Pfälzer Waldpfad über das Winterkirchel und die Dicke Eiche zum Paddelweiher

Pfälzerwald: Blick auf Dahn vom Jungfernsprung - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Dahn vom Jungfernsprung

Markierungen von Hauptwegen und Zuwegen des Pfälzer WaldpfadsDiese Wanderung führt auf dem Pfälzer Waldpfad von Dahn über das Winterkirchel, die Dicke Eiche und den Paddelweiher nach Hauenstein (etwa 16 km). Sie ist bewusst so angelegt, dass noch genügend Zeit bleibt, um unterwegs einzukehren und Hauenstein zu besichtigen. Die Wanderung entspricht weitgehend der „offiziellen“ Etappe 7 des Pfälzer Waldpfads.

Hier einige Video-Impressionen vom Pfälzer Waldpfad zwischen Dahn und Hauenstein…

Dahn

Diese Wanderung beginnt im Ort Dahn, der zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Die Anreise ist aus den Richtungen Landau und Pirmasens mit dem Zug bis Hinterweidenthal und von dort aus mit dem Bus bis Dahn möglich.

In Dahn sind einige Fachwerkhäuser und die barocke Sankt-Laurentius-Kirche von 1787/88 sehenswert. Die Wanderung beginnt im Ortskern von Dahn beim Ehrenmal am Anfang der Schulstraße. Von dort aus folgt man den Markierungen mit dem grün-weißen Blatt-Zeichen des Pfälzer Waldpfads an der Bundesstraße B 427 / Pirmasenser Straße entlang.

Jungfernsprung

Pfälzerwald: Jungfernsprung - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Jungfernsprung

Nach rund 400 Metern biegt der Wanderweg von der Talstraße nach rechts ab und führt am Hang des Vogelsbergs hinauf. Nach rund 300 Metern geht man eine Spitzkehre nach rechts und erreicht dann den Zugang zum Jungfernsprung.

Auf dem letzten Stück muss man einige Treppenstufen hinab und hinauf steigen, und der Weg ist durch Geländer gesichert. Schließlich erreicht man den rund 70 Meter hohen Aussichtspunkt Jungfernsprung mit seinem weithin sichtbaren Gipfelkreuz (etwa 1 km ab Dahn). Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf Dahn und die umliegenden Berge des Pfälzerwaldes.

Pfälzerwald: Blick auf Dahn vom Jungfernsprung - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Dahn vom Jungfernsprung

Laut einer Sage hat der Fels seinen Namen von einer Jungfrau, die einst in diesem Wald beim Beerenpflücken von einem Unhold überfallen wurde. Auf ihrer Flucht achtete sie nicht auf den Weg und stand plötzlich scheinbar ausweglos an der Felskante. In ihrer Panik sprang sie dann ohne zu überlegen in die Tiefe. Doch weil sich im Fallen ihre Röcke aufbauschten, schwebte sie langsam ins Tal und überstand den Sprung wie durch ein Wunder unverletzt.

Das sollten Sie aber besser nicht nachmachen! Der Weg zum Jungfernsprung und der Aussichtspunkt sind mit Geländern gut gesichert. Seien Sie bitte trotzdem vorsichtig!

Lachbergblick

Vom Aussichtspunkt aus muss man denselben Weg ein Stück zurückgehen. Anschließend folgt man den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads über den zunächst noch schmalen Bergrücken des Vogelsbergs.

Pfälzerwald: Pfälzer Waldpfad am Kuckucksfelsen bei Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzer Waldpfad am Kuckucksfelsen bei Dahn

Nach gut einem halben Kilometer stößt man auf einen breiten Weg, dem man nach rechts zum Friedhof von Dahn folgt. Dort geht man nach links ein Stück oberhalb des Friedhofs entlang. Kurz danach biegt man nach links in einen schmalen Pfad ein, der in Serpentinen bergauf führt.

Nach einigen Kehren verläuft der Wanderweg dann rund einen halben Kilometer am langgestreckten Felsmassiv der Kuckucksfelsen entlang.

Nach einer Spitzkehre nach rechts erreicht man schließlich den Aussichtspunkt Lachbergblick. Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf Dahn und die Burgengruppe Altdahn auf der gegenüberliegenden Seite des Tals.

Tipp: Machen Sie eine Pause und genießen Sie die Aussicht.

Pfälzerwald: Lachbergblick auf Burgengruppe Altdahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Lachbergblick auf Burgengruppe Altdahn

Nach dem Aussichtspunkt überquert man den Lachberg und wandert dann auf einem Serpentinenpfad wieder bergab. Es folgt ein längeres gerades Wegstück bis der Pfälzer Waldpfad in einer Spitzkehre nach links in einen breiten Sandweg einbiegt.

Erfweiler

Pfälzerwald: Blick auf Erfweiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Erfweiler

Auf dem folgenden Wegabschnitt hat man erneut einen guten Blick auf die gegenüberliegende Burgengruppe Altdahn. Danach führt der Weg wieder in den Wald, und man kommt unterhalb eines Wasserwerks an eine große Wegkreuzung. Dort sind an einem Buntsandsteinblock Richtungspfeile nach Dahn und Erfweiler eingemeißelt, und man geht geradeaus weiter.

Der Weg führt anschließend nördlich an Erfweiler vorbei, wobei man immer wieder schöne Ausblicke auf den Ort hat. Nach knapp einem Kilometer trifft der Wanderweg auf eine Straße, der man ein kurzes Stück nach links folgt. Direkt danach biegt man nach rechts ab, überquert den Langen- oder Eibach und passiert dann die Wassertretstelle einer Kneippanlage (gut 5 km ab Dahn).

Pfälzerwald: Pfälzer Waldpfad an der Winterberghalle bei Erfweiler- Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzer Waldpfad an der Winterberghalle bei Erfweiler

Dann folgt man den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads nach rechts an einigen Gebäuden vorbei zu einem Parkplatz. Dort hält man sich links und wandert unterhalb der Winterberghalle des Gesangsvereins Liederkranz Erfweiler 1950 e.V. entlang.

Anschließend führt der Wanderweg wieder in den Wald hinein und das rechter Hand liegende Tal der Grünbrunnenwiesen hinauf. Links im Wald hoch oberhalb des Weges kann man den Rappenfelsen sehen.

Winterkirchel

Nach rund 800 Metern hat der Weg das Nordende des Tals erreicht und macht dann eine weite Kehre nach rechts. Man passiert einen kleinen Teich rechts vom Weg und gelangt kurz danach zu einer Wegkreuzung im Wald.

Pfälzerwald: Station am Kreuzweg zum Winterkirchel bei Erfweiler- Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Station am Kreuzweg zum Winterkirchel

Dort stößt man auf einen Kreuzweg, der von Erfweiler zur Waldkapelle Winterkirchel hinauf führt. Die Stationen des Kreuzwegs sind mit massiven Felsblöcken markiert, auf denen der Leidensweg von Jesus Christus in Reliefform abgebildet ist.

An der Wegkreuzung befindet sich die neunte Station, an der Jesus zum dritten Mal unter dem Kreuz fällt Der Pfälzer Waldpfad biegt dort nach links ab. Auf dem sanft ansteigenden Waldweg passiert man dann fünf weitere Stationen.

Pfälzerwald: Winterkirchel bei Erfweiler- Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Winterkirchel bei Erfweiler

Nach rund 800 Metern erreicht man schließlich das Ziel des Kreuzwegs – die Waldkapelle „Maria Himmelspforte“, die auch Winterkirchel genannt wird.

Die Kapelle auf dem Bergsattel zwischen Erfweiler und Hauenstein hat ihren Namen vom nahe gelegenen Winterberg. Sie geht auf das Jahr 1736 zurück, das heutige Gebäude wurde aber 1948/49 neu erbaut.

Tipp: Machen Sie dort eine kleine Rast und genießen Sie diesen idyllischen Ort!

Beim Winterkirchel stößt man auf eine große Wegkreuzung. Der Pfälzer Waldpfad biegt dort nach rechts ab und verläuft weiter sanft bergauf. Nach gut 100 Metern gelangt man an eine Weggabelung, an der man links geht.

Dicke Eiche und Queichquelle

Pfälzerwald: Baumstamm der Dicken Eiche bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Baumstamm der Dicken Eiche

Anschließend führt der Wanderweg am Hang weiter bergauf. Nach rund 600 Metern passiert man einen kleinen Aussichtspunkt mit einer Bank. Von dort aus hat man einen guten Blick ins Queichtal und auf den Hohen Kopf mit dem Stephansturm-Felsen.

Kurz danach erreicht man eine größere Kreuzung von Waldwegen, die den Flurnamen „Dicke Eiche“ trägt. Dort liegt auch der mächtige Baumstamm einer Eiche, die rund 300 Jahre alt war, bevor sie 1994 durch Vandalismus beschädigt und später gefällt wurde.

Pfälzerwald: PWV-Hütte Dicke Eiche bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

PWV-Hütte Dicke Eiche

An der Wegkreuzung folgt man dann den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads nach links. Man wandert auf dem breiten Forstweg, bis man nach rund einem halben Kilometer zur Hauensteiner Hütte des Pfälzerwaldvereins (PWV) Dicke Eiche gelangt (etwa 9 km ab Dahn). Es gibt dort eine gemütliche Einkehrmöglichkeit, aber man sollte sich vorab über die Öffnungszeiten informieren.

Tipp: Wer mag, kann an der Hütte rasten und die Aussicht ins Queichtal genießen.

Pfälzerwald: Blick ins Queichtal von der PWV-Hütte Dicke Eiche - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick ins Queichtal mit dem Stephansturm-Felsen

Von der PWV-Hütte aus folgt man dann weiter dem breiten Forstweg. Nach rund 200 Metern biegt der Pfälzer Waldpfad nach links in einen schmalen Pfad ein, der bergab führt.

Pfälzerwald: Queichquelle bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Queichquelle

Nach weiteren 200 Metern kommt man zu einer Wegkreuzung, wo der Wanderweg scharf nach links in den Walter-Meyer-Pfad einbiegt. Der Weg führt durch den Wald und an einigen Felsen vorbei weiter bergab, bis man nach rund 600 Metern auf einen breiten Weg trifft.

Unterhalb des Wegs befindet sich neben einer kleinen Schutzhütte und der Wassertretstelle einer Kneippanlage die Queichquelle. Von dort aus fließt die Queich gut 50 Kilometer durch Hauenstein, Annweiler und Landau bis sie bei Germersheim in den Rhein mündet.

Queichtal und Paddelweiher

Pfälzerwald: Im Oberen Queichtal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Im Oberen Queichtal

Anschließend wandert man den linker Hand liegenden Wiesengrund des Queichtals hinab. Nach rund 100 Metern erhebt sich rechts vom Talweg der Stephansturm-Felsen, der wegen seines Aussehens auch Kamel genannt wird.

Kurz danach passiert man links vom Weg den Kirchenwoog – den ersten von mehreren Weihern im oberen Queichtal. Das Tal wird dort enger, und der Weg führt zwischen Wiesen und Weihern links sowie dem Waldrand rechts weiter bergab.

Pfälzerwald: Paddelweiher-Hütte im Queichtal - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Paddelweiher-Hütte

Gut eineinhalb Kilometer nach der Queichquelle erreicht der Wanderweg den Paddelweiher (etwa 12 km ab Dahn). Auf der gegenüberliegenden Seite des Weihers sieht man die Paddelweiher-Hütte (Einkehrmöglichkeit). Man erreicht das Ausflugslokal, nachdem der Wanderweg einen Steg überquert und den Weiher umrundet hat.

Am Paddelweiher zweigt ein grün-gelb markierter Zuweg des Pfälzer Waldpfads ab, der auf direktem Weg nach Hauenstein führt. Wir folgen jedoch weiter dem grün-weiß markierten Hauptweg, der westlich um Hauenstein herum verläuft.

Adelsbergblick und Mondfelsen

Der Wanderweg führt bei der Paddelweiher-Hütte in einer Spitzkehre nach rechts wieder in den Wald hinein. Nach rund 250 Metern passiert man einen Grillplatz und das Vereinsheim der Boule-Freunde Hauenstein. Anschließend biegt der Weg nach links ab und folgt einem schmalen Pfad den Hang hinauf.

Pfälzerwald: Wanderweg am Aussichtspunkt Adelsbergblick bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzer Waldpfad am Adelsbergblick

Kurz danach passiert man den kleinen Aussichtspunkt Adelsbergblick mit einer Bank. Die Aussicht ist ein wenig zugewachsen, aber von dort aus hat man einen ersten Blick auf Hauenstein.

Tipp: Genießen Sie an diesem und den beiden bald danach folgenden Aussichtspunkten den Ausblick.

Direkt nach dem Adelsbergblick muss man einen kurzen Serpentinenanstieg bewältigen. Auf den folgenden zwei Kilometern verläuft der schmale Waldweg dann am Westrand von Hauenstein im Zickzack am Hang entlang.

Nach rund einem Kilometer gelangt man zum Aussichtspunkt Am Steinbruch. Von dort aus hat man einen besonders schönen Blick auf das Zentrum von Hauenstein.

Pfälzerwald: Blick auf Hauenstein vom Aussichtspunkt Am Steinbruch - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Hauenstein vom alten Steinbruch

An dem Aussichtspunkt macht der Weg eine Kehre nach links. Oberhalb der Wegkehre befand sich früher ein Steinbruch, nachdem der Aussichtspunkt benannt ist. Am Weg erinnert eine Gedenktafel an die fünf Männer, die dort 1931 bei einem Sprengunglück ums Leben kamen.

Pfälzerwald: Blick auf Hauenstein vom Mondfelsen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Hauenstein vom Mondfelsen

Auch nach dem Aussichtspunkt Am Steinbruch verläuft der Pfälzer Waldpfad weiter im Zickzack am Hang entlang durch den Wald. Nach einem weiteren knappen Kilometer gelangt man dann an einen Zuweg, der mit wenigen Schritten zum Aussichtspunkt auf dem Mondfelsen führt. Von dort aus hat man erneut einen schönen Blick auf Hauenstein.

Anschließend kehrt man zum Wanderweg zurück, der links vom Mondfelsen zu einer Straße und zwei Supermarkt-Parkplätzen hinab führt. Die Straße verläuft nach rechts durch einen Felsdurchbruch nach Hauenstein hinein. Rechts vom Felsdurchbruch erhebt sich der Mondfelsen, links der Blitzfelsen mit einer Flagge mit dem Hauensteiner Wappen.

Adolph-Kolping-Pfad

Pfälzerwald: Bank am Blitzfelsen bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Bank am Blitzfelsen bei Hauenstein

Wir überqueren am Felsdurchbruch die Straße und folgen den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads einen Serpentinenpfad zum Blitzfelsen hinauf. An dessen Fuß angekommen führt der Weg durch einen Felsspalt hindurch (etwa 15 km ab Dahn).

Links hinter dem Felsspalt trifft man auf eine Holzbank, die statt auf normalen Beinen auf großen, hölzernen Schuhen ruht. Von dort aus hat man wieder einen schönen Blick auf Hauenstein, das früher eine bedeutende Schuhindustrie hatte.

Pfälzerwald: Adolph-Kolping-Pfad bei Hauenstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Adolph-Kolping-Pfad bei Hauenstein

Anschließend verläuft der Wanderweg am Nordrand des Ortes auf einem Felsenweg weiter – dem Adolph-Kolping-Pfad. Auf diesem Wegabschnitt hat man immer wieder schöne Ausblicke auf Hauenstein und die umliegenden Berges des Pfälzerwaldes.

Nach rund 700 Metern erreicht man erneut eine Straße, die nach rechts nach Hauenstein hinein führt. Wir wenden uns aber nach links und erreichen direkt danach den Bahnhof Hauenstein-Mitte, wo diese Wanderung endet (etwa 16 km ab Dahn). Von dort aus kann man per Regionalbahn (Queichtalbahn) stündlich in Richtung Landau oder Pirmasens fahren.

Hauenstein

Wer Lust und Zeit hat, kann aber auch noch nach rechts nach Hauenstein hinein gehen. Im Ortskern sind unter anderem die neuromanische Christkönigskirche von 1933 sowie die Sankt-Bartholomäus-Kirche von 1787/88 mit einem Turm von 1826/27 sehenswert.

Ebenfalls sehenswert ist das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein. In der ehemaligen Schuhfabrik wird auf vier Stockwerken über die Schuhherstellung in der Südwestpfalz sowie die Sozial- und Alltagsgeschichte der Region informiert.