Pfälzer Waldpfad 2: Von Erlenbach nach Dahn

Auf dem Pfälzer Waldpfad über die Burg Drachenfels zur Burgengruppe Altdahn

Pfälzerwald: Blick auf Erlenbach bei Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Erlenbach bei Dahn

Markierungen von Hauptwegen und Zuwegen des Pfälzer WaldpfadsDiese Wanderung führt auf dem Pfälzer Waldpfad von Erlenbach bei Dahn über die Burgruine Drachenfels und den Ort Busenberg, den Felsland- und den Wasgaublick sowie die Burgengruppe Altdahn nach Dahn (etwa 17 km). Es bleibt auch Zeit, um unterwegs die Burgen zu besichtigen. Die Wanderung entspricht weitgehend der „offiziellen“ Etappe 8 des Pfälzer Waldpfads.

Hier einige Video-Impressionen vom Pfälzer Waldpfad zwischen Erlenbach und Dahn…

Erlenbach bei Dahn

Pfälzerwald: Mariä-Himmelfahrt-und-Sankt-Ägidius-Kirche in Erlenbach bei Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mariä-Himmelfahrt-und-Sankt-Ägidius-Kirche

Diese Wanderung beginnt in Erlenbach bei Dahn, das auch Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Die Anreise ist aus den Richtungen Landau oder Karlsruhe mit dem Zug über Winden bis Bad Bergzabern und von dort aus mit dem Bus bis Erlenbach möglich.

Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle beim Hedwigshaus aus dem Jahr 1810, wo man auch auf die Markierungen mit dem grün-weißen Blatt-Zeichen des Pfälzer Waldpfads stößt. Von dort aus folgt man den Markierungen auf der Hauptstraße durch eine Rechtskurve bis zur neuromanischen Mariä-Himmelfahrt-und-Sankt-Ägidius-Kirche von 1900. Neben der Kirche sind in Erlenbach mehrere Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert sehenswert.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Erlenbach ist aber die Burg Berwartstein südlich des Ortes.

Pfälzerwald: Burg Berwartstein bei Erlenbach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Burg Berwartstein bei Erlenbach

Die staufische Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert wurde 1591 nach Blitzschlag durch einen Brand zerstört. In den 1890er Jahren wurde sie von einem Privatmann vorwiegend nicht originalgetreu zu Wohnzwecken wieder aufgebaut und erweitert. (Die Burg liegt an der vorherigen Etappe des Pfälzer Waldpfads von Schweigen-Rechtenbach nach Erlenbach.)

An der Kirche biegt man nach rechts in die Grünheckstraße ein und geht auf ihr immer geradeaus bis zum Ende. Dort folgt man den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads nach links aus dem Ort hinaus.

Sankt-Gertraud-Kapelle

Man wandert anschließend auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg das Eisenbachtal sanft hinauf. Nach gut einem halben Kilometer zweigt der Wanderweg nach rechts vom Asphaltweg ab, überquert den Eisenbach und wendet sich direkt danach noch einmal nach rechts.

Pfälzerwald: Sankt-Gertraud-Kapelle - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Gertraud-Kapelle

Nach dieser Rechtskehre taucht der Wanderweg in den Wald ein und führt dann nach links an einem Fischteich vorbei. Kurz danach erreicht man die Gertrudis- oder Sankt-Gertraud-Kapelle. Sie wurde ursprünglich um 1450 erbaut, trägt im Schlussstein über dem Eingang die Jahreszahl 1548, stammt in ihrer heutigen Form aber wohl aus dem 18. Jahrhundert.

Anschließend verläuft der Pfälzer Waldpfad weiter durch Wiesen und Waldstücke. Nach gut einem Kilometer gelangt man zu einem Waldparkplatz mit Rastplatz beim Weißensteiner Hof (Einkehrmöglichkeit), den man rechts unterhalb zwischen Bäumen sehen kann.

Burgruine Drachenfels

Am Ende des Parkplatzes geht man aber nicht nach rechts zum Weißensteiner Hof, sondern folgt den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads weiter geradeaus durch den Wald. Nach rund 500 Metern biegt der Wanderweg dann nach rechts in einen schmaleren Pfad ab, der bergab führt.

Pfälzerwald: PWV-Hütte Drachenfels - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

PWV-Hütte Drachenfels

Kurz danach gelangt man zu einem weiteren Waldparkplatz und zur Drachenfelshütte des Pfälzerwaldvereins (PWV) (gut 3 km ab Erlenbach). Auch dort gibt es eine Einkehrmöglichkeit, aber man sollte sich vorab über die Öffnungszeiten informieren.

Von der Drachenfelshütte aus sind es nur noch gut 200 Meter und ein kurzer Anstieg bis zur Burgruine Drachenfels. Die Felsenburg stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber 1523 zerstört und später als Steinbruch genutzt.

Tipp: Man sollte die Burgruine Drachenfels unbedingt erkunden!

In der verfallenen Felsenburg kann man zahlreiche Gänge und Plattformen erforschen. Der höchstgelegene Teil des Buntsandsteinfelsens wurde zum Bergfried ausgebaut, der wegen seines markanten Aussehens auch „Backenzahn“ genannt wird.

Die Aussichtsplattformen der Burgruine sind mit Geländern gesichert und nicht sonderlich gefährlich. Bitte seien Sie in den Gängen und Treppen dennoch vorsichtig und beachten Sie die Absperrungen!

Pfälzerwald: Blick von Burgruine Drachenfels auf Busenberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Busenberg, links hinten die Burgengruppe Altdahn

Vom Bergfried aus hat man einen weiten Rundblick auf die umliegenden Berge des Pfälzerwaldes und den benachbarten Ort Busenberg. Links hinter Busenberg kann man bei klarer Sicht die Burgengruppe Altdahn sehen, die ebenfalls ein Zwischenziel dieser Wanderung ist.

Busenberg

Pfälzerwald: Geiersteinbachtal bei Busenberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Geiersteinbachtal

Der Pfälzer Waldpfad umrundet dien Drachenfals an der Westseite und führt dann durch den Wald bergab. Nach rund 500 Metern biegt der Wanderweg in einer Spitzkehre scharf nach links ab und führt bald danach aus dem Wald hinaus.

Man gelangt in die Niederung des Geiersteinbachs und stößt auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg. Anschließend wandert man durch Wiesen zum Ortsrand von Busenberg (knapp 5 km ab Erlenbach, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Der Pfälzer Waldpfad führt dann mitten durch den Ort hindurch.

Man folgt den grün-weißen Markierungen über die Talstraße und den Lindenplatz bis zur Hauptstraße im Ortskern. (Wer die Wanderung schon in Busenberg beenden möchte, findet dort eine Bushaltestelle, von der aus man zurück nach Erlenbach oder weiter nach Dahn fahren kann.)

Man folgt der Hauptstraße rund 50 Meter nach rechts und biegt dann nach links in die Kirchstraße ein. Unterwegs sollte man das spätbarocke Herrenhaus „Schlösschen“ von 1778 und die barocke Sankt-Jacobus-Kirche aus den 1760er Jahren beachten.

Pfälzerwald: Inschrift am Hexenplätzel - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Inschrift am Hexenplätzel

Am Ende der Kirchstraße leiten einen die grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads in einem weiten Bogen nach links, bevor man nach rechts in die Waldstraße einbiegt. Dieser folgt man dann immer geradeaus aus dem Ort hinaus. Man passiert einige Sportanlagen und gelangt nach rund 600 Metern zum Parkplatz am Hexenplätzel. Dort biegt der Wanderweg nach links ab und führt in den Wald hinein.

Schindhard

Pfälzerwald: Bärenbrunner Mühle - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Bärenbrunner Mühle

Anschließend wandert man auf einem breiten Forstweg durch den Wald, bis man nach rund 700 Metern an eine Wegkreuzung gelangt. Dort biegt man nach links ab und direkt danach an einer Weggabelung erneut nach links.

Der Weg führt nun an der Bärenbrunner Mühle vorbei (keine Einkehrmöglichkeit!) und am Kuhbach entlang. Man wandert dann zwischen einem Waldrand links und den Wiesen rechts das Kuhbachtal hinab.

Nach rund 700 Metern erreicht man schließlich den Ortsrand von Schindhard (etwa 8 km ab Erlenbach, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Pfälzerwald: Ortsrand von Schindhard - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ortsrand von Schindhard

Dort biegt der Wanderweg nach rechts ab und kreuzt eine kleine Landstraße. Auf dieser Straße könnte man nach links nach Schindhard hineingehen. Der Pfälzer Waldpfad biegt aber schräg rechts in einen unbefestigten Wirtschaftsweg ein und führt wieder von Schindhard weg.

Felslandblicke

Pfälzerwald: Pfälzer Waldpfad hinter Schindhard - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzer Waldpfad vor dem Rauhberg

Der Wanderweg verläuft weitgehend geradeaus an Gehölzen vorbei und über Wiesen hinweg sanft bergauf. Nach knapp einem Kilometer taucht der Weg wieder in den Wald ein und wird steiler. Nach einer Wegkreuzung macht er eine scharfe Kehre nach links und führt dann unter mehreren Felsen am Rauhberg entlang.

Bald danach gelangt man an eine Abzweigung, die zum Aussichtspunkt Felslandblick mit einer Bank führt (etwa 10 km ab Erlenbach). Er ist weitgehend zugewachsen, aber man hat dort dennoch eine schöne Aussicht auf Schindhard.

Tipp: Ich empfehle, an diesem oder den drei bald danach folgenden Aussichtspunkten eine Rast zu machen.

Anschließend führt der Weg auf einem schmalen Waldpfad am Hang entlang. Schon knapp 200 Meter nach dem Felslandblick erreicht man den nächsten Aussichtspunkt, der einen besseren Blick auf Schindhard ermöglicht. Alle Aussichtspunkte sind rundum mit Geländern gesichert und nicht sonderlich gefährlich. Bitte beachten Sie dennoch unbedingt die Absperrungen!

Kahlenberg und Wasgaublick

Rund 200 Meter nach dem zweiten Aussichtspunkt gelangt man an eine Weggabelung. Dort folgt man den grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads nach rechts hinauf. Der schmale Pfad führt durch den Wald bergauf bis man schließlich einen Felsen erreicht. Man muss eine Metallleiter erklimmen und erreicht dann den Aussichtspunkt auf dem 399 Meter hohen Kahlenberg mit seinem Bergpanorama.

Pfälzerwald: Kahlenberg-Blick auf die Burgengruppe Altdahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Kahlenberg-Blick auf die Burgengruppe Altdahn

An dem rundum mit einem Geländer gesicherten Aussichtspunkt lädt eine Bank zum Verweilen ein. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Burgengruppe Altdahn und den dahinter liegenden Ort Dahn.

Pfälzerwald: Wasgaublick auf Schindhard - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wasgaublick auf Schindhard

Vom Kahlenberg aus wandert man weiter auf dem Höhenrücken geradeaus, bis man nach rund 500 Metern zum nächsten Aussichtspunkt gelangt – dem Wasgaublick. Vom Rastplatz dort hat man noch einmal eine schöne Aussicht auf Schindhard.

Am Wasgaublick macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach rechts und führt dann weiter am Hang entlang. So wandert man gut einen Kilometer weitgehend geradeaus, bis man nach einer weiten Linkskurve den Waldrand und ein Gehölft erreicht. Der Wanderweg umrundet das Gehöft an der Ostseite und führt dann zum Ortsrand von Erfweiler (etwa 13 km ab Erlenbach, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). 

Erfweiler

Pfälzerwald: Ortskern von Erfweiler mit Rathaus und Sankt-Wolfgang-Kirche - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ortskern von Erfweiler mit Rathaus und Sankt-Wolfgang-Kirche

Anschließend leiten einen die grün-weißen Markierungen des Pfälzer Waldpfads mitten durch den Ort hindurch. Man geht über die Wiesenstraße und die Bärenbrunner Straße bis zur Winterbergstraße.

Dieser folgt man nach rechts bis zum Gasthaus „Zum Jägerhof“ und biegt dann nach rechts in die Friedhofstraße ein. (Wer die Wanderung schon in Erfweiler beenden möchte, findet dort eine Bushaltestelle, von der aus man zurück nach Erlenbach oder weiter nach Dahn fahren kann.)

Pfälzerwald: Blick auf Erfweiler - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Erfweiler

Am Ende der Friedhofstraße biegt der Wanderweg beim Friedhof nach links ab und führt wieder aus dem Ort hinaus.

Man gelangt an eine Kreisstraße, der man ein kurzes Stück nach links folgt und die man dann überquert. Achten Sie dabei bitte auf den Verkehr!

Burgengruppe Altdahn

Danach verläuft der Weg durch ein kleines Waldstück. Nach einem kurzen Anstieg gelangt man dann zur Burgengruppe Altdahn (Einkehrmöglichkeit!).

Tipp: Ich empfehle, die Burgengruppe unbedingt zu besichtigen – der Eintritt ist kostenlos!

Die Burgengruppe besteht aus den Ruinen der drei Felsenburgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein. Sie wurden im 12. und 13. Jahrhundert auf dem langgestreckten Felsmassiv des Schlossbergs erbaut. Von den Burgen aus hat man auch einen herrlichen Rundblick auf die umliegenden Berge des Pfälzerwaldes und auf Dahn – das Ziel dieser Wanderung.

Pfälzerwald: Blick auf die Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf die Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein (von links)

Von der Burgengruppe Altdahn aus folgt man weiter dem Pfälzer Waldpfad bis zu einem Parkplatz und einer kleinen Straße, die man überquert. Danach führt der Weg auf einem schmalen Pfad durch den Wald zunehmend bergauf.

Sankt-Michael-Kapelle

Pfälzerwald: Hochstein bei Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Hochstein bei Dahn

Nach rund 750 Metern passiert man einen großen Felsen, an dem ein Stichweg zum Hochstein ausgeschildert ist. Der Abstecher dorthin lohnt sich, denn vom Aussichtpunkt auf diesem Felsmassiv hat man einen herrlichen Blick auf Dahn und die Umgebung.

Der Aussichtspunkt ist mit Geländern gesichert. Seien Sie bitte trotzdem vorsichtig und gehen Sie nicht zu nah an die Felskanten. Bitte betreten Sie das Gelände nur mit gutem Schuhwerk und nicht bei Eis, Nässe oder starkem Wind!

Pfälzerwald: Sankt-Michael-Kapelle bei Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Michael-Kapelle bei Dahn

Vom Hochstein aus verläuft der Wanderweg dann durch den Wald bergab zur Sankt-Michael-Kapelle aus dem frühen 16. Jahrhundert und zu einem Soldatenfriedhof. Auf ihm sind mehr als 2.400 Soldaten beigesetzt, die im Zweiten Weltkrieg bei Kämpfen in der Region starben.

Von der Kapelle aus hat man einen schönen Ausblick auf Dahn am Fuß der Anhöhe.

Pfälzerwald: Blick auf Dahn von der Sankt-Michael-Kapelle - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Dahn von der Sankt-Michael-Kapelle

Dahn

Pfälzerwald: Haus des Gastes in Dahn - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Haus des Gastes in Dahn

Anschließend führt der Pfälzer Waldpfad durch Wald und über Wiesen zum Kurpark von Dahn hinab (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten). Am Haus des Gastes geht man nach links bis zum Ausgang des Kurparks an der Bundesstraße B 427 / Weißenburger Straße. Dieser folgt man dann nach rechts in den Ortskern hinein, wo diese Wanderung endet (etwa 17 km ab Erlenbach).

Dort findet man auch eine Bushaltestelle, von der aus man zurück nach Erlenbach oder weiter nach Hinterweidenthal fahren kann, wo man Bahnanschluss in Richtung Landau oder Pirmasens hat.

Im Ortskern von Dahn sind einige Fachwerkhäuser und die barocke Sankt-Laurentius-Kirche von 1787/88 sehenswert. Wer noch Lust hat sollte den Aussichtsfelsen Jungfernsprung erklimmen und von dort die Aussicht auf Dahn genießen.

Pfälzerwald: Blick auf Dahn vom Jungfernsprung - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Pfälzerwald: Blick auf Dahn vom Jungfernsprung