Mittelrhein: Rundweg zum Rhein-Wisper-Blick bei Lorchhausen

Auf dem Rhein-Wisper-Glück-Weg zum Rhein-Wisper-Blick und zum Lehnhardt-Blick

Mittelrhein: Blick auf Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Blick auf Lorchhausen

Markierungen des Rhein-Wisper-Glück-WegesDiese Wanderung führt auf dem Rhein-Wisper-Glück-Weg von Lorchhausen über die Ruine Nollig zum Rhein-Wisper-Blick und zum Lehnhardt-Blick (etwa 10 km). Es handelt sich um einen der Rundwege am Rheinsteig und am Wispertaunussteig, die das Hinterland dieser Fernwanderwege erschließen.

Lorchhausen

Diese Wanderung beginnt am Bahnhof von Lorchhausen, der per Regionalbahn (Rheingaulinie) aus den Richtungen Wiesbaden und Koblenz stündlich erreichbar ist. Vom Bahnhof aus folgt man zunächst der Kauber Straße in Richtung des Ortskerns von Lorchhausen. An der ersten Möglichkeit biegt man nach links ab und folgt dann der Straße Oberflecken geradeaus bergauf.

Tipp: Beim Weg durch Lorchhausen sollte man einige Sehenswürdigkeiten beachten.

Mittelrhein: Sankt-Bonifatius-Kirche in Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Bonifatius-Kirche und Ruine Sareck

Rechter Hand sieht man den Turm der Sankt-Bonifatius-Kirche aufragen. Das neugotische Bauwerk wurde 1879 fertiggestellt. Oberhalb der Kirche am Hang kann man noch die Überreste eines Turms der ehemaligen Ortsbefestigung erkennen – die Ruine Sareck.

Anschließend folgt man der Straße Oberflecken immer geradeaus bergauf am Friedhof und am Dorfgemeinschaftshaus vorbei. Nach einigen hundert Metern gelangt man dann zu einem Parkplatz, wo man auf die weiß-blauen W-Zeichen und eine Hinweistafel zum Rhein-Wisper-Glück-Weg stößt. Dort beginnt auch ein Kreuzweg, der rechts den Hang hinauf zur Clemenskapelle führt.

Clemenskapelle

Mittelrhein: Clemenskapelle bei Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Clemenskapelle bei Lorchhausen

Man folgt dann den weiß-blauen Rhein-Wisper-Glück-Markierungen und dem Kreuzweg auf einem Serpentinenweg bergauf. Nach drei Kehren gelangt man schließlich zur Clemenskapelle aus dem Jahr 1909 (etwa 1 km ab Lorchhausen). Von dort aus hat man einen ersten schönen Blick auf Lorchhausen und in das Rheintal.

Danach führt der Wanderweg von der Kapelle aus eine asphaltierte Straße bergauf und stößt nach rund 100 Metern auf den Rheinsteig. An dieser Stelle macht der Rhein-Wisper-Glück-Weg eine Spitzkehre nach rechts und folgt dann dem Rheinsteig in Richtung Ruine Nollig und Lorch.

Mittelrhein: Blick auf Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Lorchhausen

Ab dort hat man erneut eine schöne Aussicht auf Lorchhausen und in das Rheintal. Stromabwärts auf der gegenüberliegenden Rheinseite kann man Bacharach und Burg Stahleck sehen.

Nach rund 200 Metern auf einer asphaltierten Straße verlässt der Wanderweg den Rheinsteig und führt kurz danach einige Stufen und einen Pfad den Hang hinauf. Nach einem kurzen Anstieg trifft man erneut auf den Rheinsteig sowie auf einen Aussichtspunkt mit Tisch und Bänken – die Lorchhausen-Aussicht. Von dort aus hat man wieder einen weiten Ausblick ins Rheintal mit Lorchhausen, Bacharach und Burg Stahleck.

Ruine Nollig

Mittelrhein: Blick auf Rheindiebach und Burgruine Fürstenberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Rheindiebach und Burgruine Fürstenberg

Anschließend folgt man den weiß-blauen Markierungen des Rhein-Wisper-Glück-Wegs (und dem Rheinsteig) auf einem breiten Wirtschaftsweg. Der Weg verläuft durch noch genutzte und aufgegebene Weinberge immer am Hang entlang.

Dort hat man auf der rechten Seite weiterhin einen herrlichen Blick ins Rheintal. Auf der gegenüberliegenden, linken Rheinseite kann man Rheindiebach mit der Burgruine Fürstenberg erkennen.

Mittelrhein: Ruine Nollig bei Lorch - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Ruine Nollig

Der Weg führt rund einen Kilometer weitgehend geradeaus. Nach einer kleinen Wegbiegung sieht man dann voraus die Ruine Nollig. Bald danach erreicht man direkt unterhalb der Ruine einen Rastplatz mit Tisch und Bänken. Von dort aus hat man einen ersten schönen Blick auf Lorch.

Die Ruine Nollig oberhalb von Lorch ist in Privatbesitz und nicht zugänglich. Bei dem Bauwerk aus dem frühen 14. Jahrhundert handelt sich nicht um eine vollständige Burg, sondern vielmehr um einen besonders stark befestigten Wachturm.

Mittelrhein: Rathaus von Lorch - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Rathaus von Lorch

Wer Lorch besichtigen möchte, kann an dem Rastplatz dem Rheinsteig rund einen Kilometer in den Ort hinab folgen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Sankt-Martin-Kirche aus dem 14. Jahrhundert und das klassizistische Rathaus von 1815 am Marktplatz. Ebenfalls sehenswert sind der mittelalterliche Wehrturm Strunk und das Hilchenhaus im Renaissance-Stil.

Rhein-Wisper-Blick

Während der Rheinsteig also nach Lorch hinab führt, stößt der Rhein-Wisper-Glück-Weg unterhalb der Ruine Nollig auf den weiß-grün markierten Wispertaunussteig. Man folgt diesen beiden Wanderwegen mit einer Linkskurve weiter auf dem breiten Wirtschaftsweg. Nach gut 100 Metern führen Rhein-Wisper-Glück-Weg und Wispertaunussteig dann nach links einen schmalen Pfad den Hang hinauf.

Mittelrhein: Aussichtspunkt Rhein-Wisper-Blick - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtspunkt Rhein-Wisper-Blick

Kurz danach gelangt man auf einen breiteren Weg, dem man gut 100 Meter um eine Rechtskurve folgt. Anschließend biegt der Wanderweg nach rechts in einen schmalen Pfad ab und erreicht dann den Aussichtspunkt Rhein-Wisper-Blick (etwa 3 km ab Lorchhausen).

Vom Aussichtspunkt und der dortigen Schutzhütte hat man einen weiten Panoramablick in das Rheintal mit Lorch sowie in das Wispertal und die dahinter liegenden Taunushöhen.

Tipp: Machen Sie eine kleine Pause und genießen Sie die herrliche Aussicht.

Mittelrhein: Rhein-Wisper-Blick auf Lorch und Ruine Nollig - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Rhein-Wisper-Blick auf Lorch und Ruine Nollig

Retzbachtal

Mittelrhein: Blick auf Rheindiebach und Burgruine Fürstenberg - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Rheindiebach und Burgruine Fürstenberg

Nachdem man die Aussicht genossen hat, wandert man oberhalb der Schutzhütte noch ein Stück den Hang hinauf. Dort passiert man eine Bank, von der aus man einen schönen Blick auf Rheindiebach und die Burgruine Fürstenberg auf der gegenüberliegenden Rheinseite hat.

Nach wenigen Metern gelangt man dann an eine Wegkreuzung, wo der Wispertaunussteig nach schräg rechts abbiegt. Wir folgen aber nach links weiter den weiß-blauen Markierungen des Rhein-Wisper-Glück-Wegs in Richtung Retzbachtal.

Anschließend geht man zunächst auf einem schmalen Pfad ein kurzes Stück bergab, bis man auf einen breiten Wirtschaftsweg gelangt. Auf diesem Weg passiert man ein Wildtor (bitte das Tor unbedingt wieder schließen!) und wandert dann rund 500 Meter weitgehend geradeaus am Hang entlang.

Mittelrhein: Wanderweg im Retzbachtal bei Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg im Retzbachtal

Danach macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach rechts und dann eine scharfe Linkskurve. Es folgt ein weiteres Wildtor, und man wandert anschließend auf einem Forstweg ins Retzbachtal hinein. Bald kann man links durch die Bäume die Clemenskapelle oberhalb von Lorchhausen erkennen.

Nach gut einem Kilometer trifft der Forstweg dann auf einen asphaltierten Weg, in den man nach links einbiegt. Man hat dort den Talweg im Retzbachtal erreicht. Wenn man dem Weg weiter geradeaus bergab folgen würde, käme man auf direktem Weg wieder nach Lorchhausen. Wir folgen aber weiter den weiß-blauen Markierungen des Rhein-Wisper-Glück-Wegs und biegen nach rund 50 Metern vom Talweg rechts ab.

Panorama-Bank

Mittelrhein: Blick vom Aussichtspunkt Panorama-Bank auf Clemenskapelle und Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick vom Aussichtspunkt Panorama-Bank auf Lorchhausen

Anschließend folgt man einem Forstweg, der durch den Wald und aufgegebene Weinberge sanft bergauf führt. Auf der linken Seite eröffnet sich ein weiter Blick ins Retzbachtal sowie auf die Clemenskapelle und Lorchhausen. Rund 800 Meter nach dem Talweg erreicht man dann den Aussichtspunkt Panorama-Bank (fast 6 km ab Lorchhausen). Von dort aus hat man ebenfalls einen schönen Blick auf die Clemenskapelle und Lorchhausen.

An der Panorana-Bank macht der Wanderweg eine Spitzkehre nach rechts und steigt weiter an. Nach knapp einem Kilometer biegt der Rhein-Wisper-Glück-Weg links in einen schmalen Pfad ab und führt dann zur Hochfläche des Engweger Kopfs hinauf.

Engweger Kopf

Der Pfad verläuft ein kurzes Stück bergauf durch ein Gehölz und erreicht dann eine große Freifläche. Anschließend wandert man gut einen halben Kilometer über die grasbewachsene Anhöhe des Engweger Kopfs.

Mittelrhein: Wanderweg auf dem Engweger Kopf - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wanderweg auf dem Engweger Kopf

Der mit Pfosten markierte Wanderweg führt zunächst weitgehend geradeaus über Wiesen und an einem weiteren Gehölz vorbei. Nach 200 Metern biegt der Rhein-Wisper-Glück-Weg rechts ab, um sich dann nach weiteren 200 Metern nach links zu wenden.

Auf dem gesamten Weg über die Anhöhe hat man einen weiten Blick ins Rheintal sowie auf die umliegenden Höhen von Hunsrück und Taunus. An der zweiten Abzweigung zeigt ein Wanderwegweiser an, dass es nur noch rund 600 Meter bis zum Lehnhardt-Blick sind.

Lehnhardtblick

Mittelrhein: Eichenweg vor dem Lehnhardt-Blick - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Eichenweg vor dem Lehnhardt-Blick

Anschließend führt der Weg wieder bergab, wobei man zunächst noch über Wiesen wandert und dann in ein kleines Eichenwäldchen gelangt. Dort führt der Weg geradeaus wie durch eine Eichenwaldallee weiter bergab.

Auf halber Strecke sieht man rechts vom Weg eine Bank, von der aus man einen herrlichen Blick ins Rheintal und auf Kaub mit den Burgen Pfalzgrafenstein und Gutenfels hat.

Tipp: Machen Sie auf dieser Bank oder weiter unterhalb am Lehnhardt-Blick eine Rast und genießen Sie die Aussicht!

Bald danach macht der Wanderweg eine Kehre nach links (fast 8 km ab Lorchhausen). Dort führt etwas versteckt ein Stichweg nach rechts zum (Förster-Alfred-)Lehnhardt-Blick hinauf. An dem Aussichtspunkt gibt es einen Rastplatz mit Tisch und Bänken. Er ist nach Alfred Lehnhardt benannt, der von 1957 bis 1990 Förster in Lorchhausen war.

Mittelrhein: Lehnhardt-Blick rheinabwärts auf Kaub - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Mittelrhein: Lehnhardt-Blick rheinabwärts auf Kaub

Von dort aus hat man erneut eine schöne Aussicht rheinabwärts auf Kaub sowie die Burgen Pfalzgrafenstein im Fluss und Gutenfels rechts am Hang.

Wirbelley

Mittelrhein: Blick auf Bacharach und Burg Stahleck - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Blick auf Bacharach und Burg Stahleck

Anschließend kehrt man zur Wegkehre zurück und folgt dem geschwungenen Weg weiter bergab. Auf der rechten Seite hat man immer wieder schöne Ausblicke ins Rheintal und auf Bacharach mit der Burg Stahleck.

Nach einer Weile wird der Wald zu beiden Seiten des Weges dichter. Bald danach passiert man zwei kleine Höhlen links im Hang, die ein Relikt des Erzbergbaus in der Region sind. Anschließend lichtet sich der Wald wieder und man hat erneut einen freien Blick auf Bacharach und die Burg Stahleck.

Mittelrhein: Aussichtspunkt Panoramablick bei Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Aussichtspunkt Rosenpavillon bei Lorchhausen

Nach gut einem Kilometer erreicht man dann einen anderen breiten Weg. Dort stößt man auch erneut auf den Rheinsteig, dem der Rhein-Wisper-Glück-Weg nun geradeaus zurück nach Lorchhausen folgt.

Auf diese Weise gelangt man dann nach etwa einem halben Kilometer zum Aussichtspunkt Rosenpavillon oberhalb von Lorchhausen. Kurz danach biegt der Rhein-Wisper-Glück-Weg nach rechts ab und führt wieder nach Lorchhausen hinunter.

Mittelrhein: Wirbellay-Blick auf Bacharach - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Wirbellay-Blick auf Bacharach

Ich empfehle aber, an der Weggabelung scharf nach rechts in den Rheinsteig einzubiegen und ihm noch ein kurzes Stück in Richtung Kaub zu folgen. Nach rund hundert Metern stößt man dann links auf den Zuweg zum Aussichtspunkt Wirbelley. Von dort aus hat man einen besonders schönen Blick auf Bacharach am gegenüberliegenden, linken Rheinufer.

Tipp: Man sollte unbedingt die wenigen Meter zu dem Aussichtpunkt gehen und dort eine kurze Pause machen.

Lorchhausen

Mittelrhein: Sankt-Bonifatius-Kirche in Lorchhausen - Foto: Stefan Frerichs / RheinWanderer.de

Sankt-Bonifatius-Kirche in Lorchhausen

Bei dem Aussichtspunkt findet man auch einen gelb-weiß markierten Zuweg des Rheinsteigs. Auf ihm kann man direkt wieder zum Bahnhof von Lorchhausen hinabgehen (etwa 10 km, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten), an dem diese Wanderung endet. Von dort aus kann man per Regionalbahn (Rheingaulinie) stündlich in Richtung Koblenz oder Wiesbaden fahren.

Wer Lust und Zeit hat kann noch einmal nach Lorchhausen hinein gehen, ein wenig durch den Ort bummeln und dort einkehren.